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Credit Suisse bekommt grünes Licht für Kapitalerhöhung

Die Saudi National Bank steigt bei der Schweizer Credit Suisse ein. Foto

© Michael Buholzer/KEYSTONE/dpa

Mit frischem Geld will die Schweizer Bank Credit Suisse nach Milliardenverlusten aus dem Tief kommen. Die Aktionäre ziehen mit, aber mit neuen Hiobsbotschaften verprellt die Bank die Märkte.

Die krisengeschüttelte zweitgrößte Schweizer Bank Credit Suisse (CS) ist mit ihrem Rettungsplan zwar ein Stück weiter gekommen. Auf einer außerordentlichen Generalversammlung stimmten am Mittwoch mehr als 90 Prozent der Aktionäre für die geplante Kapitalerhöhung, wie die Bank mitteilte. Aber das Marktumfeld blieb düster.

Nach der Ankündigung massiver Mittelabflüsse und eines weiteren Milliardenverlusts fiel der Kurs der CS-Papiere deutlich und näherte sich zeitweise dem Rekordtief von 3,52 Franken (3,52 Euro) von Anfang Oktober, bevor er sich leicht erholte.

Im Oktober hatten Anleger Sorge geäußert, dass die CS die Finanzmärkte wie einst Lehman Brothers in einen Abwärtsstrudel reißen könnte. Analysten wiesen das aber als haltlos zurück.

Fünfter Quartalsverlust in Folge

Der für das 4. Quartal erwartete Vorsteuerverlust von 1,5 Milliarden Franken ist der fünfte Quartalsverlust in Folge und mehr, als Analysten erwartet hatten. Der Bank sei die Stabilisierung ihrer Geschäfte offensichtlich noch nicht geglückt, kommentierte Analyst Kian Abouhossein von JPMorgan.

Zumindest ist die gewünschte Kapitalerhöhung unter Dach und Fach. Neben einem Bezugsrechtsangebot für bestehende Aktionäre steigt auch die Saudi National Bank (SNB) aus Saudi-Arabien mit rund 1,5 Milliarden Franken ein. Insgesamt sollen die neuen Aktien vier Milliarden Franken in die Kassen spülen, um den Transformationsplan von Ende…