Sprachassistent
„Kolossales Scheitern“: Wie Alexa für Amazon vom Hoffungsträger zum Problemfall wurde

Für die Sprachassistentin Alexa hatte Amazon große Pläne

© Britta Pedersen / DPA

Amazons Sprachassistent Alexa ist offiziell zum Nebenprojekt degradiert worden. Dabei wollte der Konzern damit einst den Alltag revolutionieren. Nur den Kunden konnte man das einfach nicht schmackhaft machen.

„Übrigens,…“: Mit diesem unscheinbaren Wort leitet Amazons Sprachassistent Alexa nach Erledigung eines Befehls Vorschläge ein, was man sonst noch damit anstellen kann. Und nervt damit nicht nur gewaltig die Kunden, sondern offenbart auch ein ganz grundlegendes Problem des einstigen Hoffnungsträgers: Er konnte seine Erwartungen einfach nicht erfüllen.

Das geht aus einem ausführlichen Stück des „Insiders“ hervor. Nachdem Amazon letzte Woche verkündete, die Hardware-Sparte, zu der auch das Alexa-Team gehört, gewaltig zusammenzustreichen, hatte das Magazin mit zahlreichen aktuellen und ehemaligen Mitarbeitern der Sparte gesprochen. Und deren Sicht scheint einhellig: Amazons Traum von der sprachgesteuerten Computer-Revolution ist geplatzt.

„Kolossales Scheitern“

„Alexa ist ein kolossales Scheitern der Vorstellungskraft“, urteilte etwa ein Mitarbeiter schonungslos. „Es ist eine vollkommen vertane Chance.“ Dabei war die Idee zunächst groß. Wie etwa in der Serie „Star Trek“ sollten die Menschen Computer bald nur noch mit der Stimme steuern, jeden Wunsch einfach in den Raum sprechen. Gerade Amazon-Gründer Jeff Bezos war begeistert von der Idee. Ihm ist auch zu verdanken, dass sich der Assistent neben den Codewörtern „Alexa“ oder „Echo“ auch mit „Computer“ starten lässt – so wie auch Captain Picard es in „The next Generation“ immer tat.

Auch das Geschäftsmodell klang verlockend: Weil Amazon seine Lautsprecher zum…