Mit 78 Jahren steht er auf dem roten Teppich beim Toronto International Film Filmfestival (TIFF) und ist sichtlich nervös: Steven Spielberg, einer der berühmtesten Filmemacher und Produzenten aller Zeiten. Mit seinem neuesten Film „The Fabelmans“ läuft er zum ersten Mal seit Langem im Wettbewerb eines Festivals. In der Regel laufen seine Filme bei Filmfestspielen außer Konkurrenz. Seine Tochter habe ihm Atemübungen gegen Nervosität verraten, so Spielberg. Kurz darauf räumt er den begehrten Publikumspreis des TIFF ab.

Dieser Film, der bei seiner Weltpremiere direkt für Furore sorgt, ist tatsächlich etwas ganz Besonderes für Spielberg. Es stecke zwar in jedem seiner Filme etwas Autobiografisches, sogar in der Figur Indiana Jones, „ob Sie es glauben oder nicht“, betont er bei dem Interview in Toronto lächelnd. „The Fabelmans“ sei aber anders, denn es sei die erste „sehr fokussierte, bewusste Coming-of-Age-Geschichte“, die er je erzählt habe. Die Protagonisten in Spielbergs Filmen sind zwar oft Kinder oder Erwachsene aus zerrütteten Mittelstandsfamilien, doch diesmal geht es um seine eigene Familie.

Märchen, Mythen & Geschichte: Steven Spielbergs Filme

Das Debüt: Duell (1971)

Der erste Spielfilm ist nicht für die Leinwand sondern fürs Fernsehen bestimmt. Wegen des großen Erfolgs kommt das „Duell“ später auch in die Kinos. Ein billig produzierter, ungemein effektvoller Thriller: In der Einöde Kaliforniens duelliert sich ein aggressiver Tanklastwagen mit einem Auto. Ursprünglich hatte Steven Spielberg vorgehabt, komplett auf Dialoge zu verzichten.

Märchen, Mythen & Geschichte: Steven Spielbergs Filme

Erster Blockbuster: Der weiße Hai (1975)

Nach weiteren TV-Filmen und dem Kinodebüt „Sugarland Express“ erschüttert Spielberg 1975 die Filmwelt mit einem Hai. Der extrem spannend inszenierte Film setzt Maßstäbe. Kommerziell ist er unfassbar erfolgreich: Bei einem Produktionsbudget von nur sieben Millionen spielt er 470 Millionen Dollar ein. Mit…