Russland
Angst vor Hypnose und Beeinflussung: Präsidentenwache soll sich auf „massiven ideologischen Angriff“ vorbereiten

Kadetten des FSO – Der Schutzdienst zur Bewachung des russischen Präsidenten Putins soll bereits im Oktober in einer taktischen Übung ihr Verhalten bei einem Putsch trainiert haben

© Stanislav Krasilnikov / TASS / Picture Alliance

Im Oktober fand in Moskau eine großangelegte Übung statt. Unter anderem soll auch der Dienst FSO, dem der Schutz des Präsidenten obliegt, sich auf ein besonderes Szenario vorbereitet haben. 

Dieser Beitrag erschien zuerst bei NTV.de 

Personenschützer des russischen Präsidenten Wladimir Putin sollen im Zentrum von Moskau die Vereitelung eines Putsches trainiert haben. Das berichtet die russischsprachige Investigativplattform „The Insider“. Demnach ereignete sich das Training bereits am 26. Oktober in Moskau. Dabei soll es sich um „eine geplante taktische Übung“ gehandelt haben, „um terroristische Bedrohungen zu neutralisieren und die Einrichtungen der höchsten Regierungsebene zu schützen“.

Laut dem Insider war diese Übung nur ein kleiner Teil der besonderen Maßnahmen für den Fall, dass der FSO, der Schutzdienst zur Bewachung des russischen Präsidenten und der Regierung, in den Kriegszustand versetzt werde. Offenbar bereitet die Präsidentenwache ihre Mitarbeiter auf einen „massiven ideologischen Angriff“ vor, schreibt das Magazin, dem nach eigenen Angaben der Entwurf eines geheimen „Plans zur moralisch-psychologischen Unterstützung beim Übergang der Einsatzleitung des FSO von Friedens- in Kriegszeiten“ vorliegt.

Der FSO warnt demnach davor, dass im Falle eines Staatsstreichs einige Kreml-Personenschützer depressiv werden könnten. Außerdem könnten sie die Richtigkeit der Handlungen ihrer Vorgesetzten anzweifeln, Angst bekommen und um ihr Leben fürchten.