Am Sonntag hatte die Zahl der Neuerkrankungen noch bei 621 gelegen. Im Kampf gegen die Viruskrankheit verschärft China seine Maßnahmen weiter. In der Hauptstadt wurden am Dienstag Parks, Einkaufszentren und Museen geschlossen. Ab Donnerstag sei ein negativer PCR-Test nötig, um öffentliche Gebäude wie Einkaufszentren, Hotels oder Regierungsgebäude zu betreten, kündigte der Sprecher der Pekinger Regierung, Xu Hejian, an. Arbeitnehmer wurden aufgefordert, im Homeoffice zu arbeiten.

In weiteren Großstädten wurden wieder Massentests angeordnet. Insgesamt meldete China 28.127 Neuinfektionen. Die meisten Fälle traten in der Stadt Guangzhou in Südchina und im Bezirk Chongqing im Südwesten des Landes auf. Zwei weitere Menschen starben in Zusammenhang mit dem Virus. Am Wochenende waren drei ältere Menschen mit Vorerkrankungen an COVID-19 verstorben – es waren die ersten Todesfälle seit Mai.

Diese Pekinger stehen für einen Corona-Test an

Bewährungsprobe für Corona-Politik

China war bis vor kurzem die letzte große Volkswirtschaft, die eine sehr strenge Null-COVID-Politik verfolgte. Lockdowns bis hin zur Abriegelung ganzer Stadtteile und Städte und zu Betriebsschließungen wegen kleiner Corona-Ausbrüche führten zu großen Einschränkungen im Alltag der Menschen. Die Strategie, die sich bei der Eindämmung des Coronavirus zunächst als wirksam erwiesen hatte, scheint angesichts neuer Virusvarianten an Effektivität zu verlieren.

Die Volksrepublik änderte erst kürzlich die Vorgehensweise bei der Corona-Bekämpfung, um die Wirtschaft nicht mehr so stark zu belasten und den Frust in der Bevölkerung zu minimieren. So sollten Städte gezieltere Maßnahmen und eine Abkehr von den weit verbreiteten Lockdowns und Kontrollen einleiten. Die jüngste Welle stellt dieses Vorgehen jedoch auf die Probe. Investoren reagierten nervös auf die Entwicklung, da sie einen weiteren Konjunkturdämpfer befürchten. Nach Einschätzung von Experten ist für eine vollständige…