Klimaschutzmaßnahmen
KfW mahnt mehr Investitionen der Firmen in Klimaschutz an

Die Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) hat Unternehmen zu Investitionen in den Klimaschutz befragt. Foto

© Sebastian Gollnow/dpa

Deutsche Unternehmen investieren Milliarden in Klimaschutzmaßnahmen. Doch das Tempo reicht nach Einschätzung der KfW noch nicht.

Deutschlands Unternehmen müssen einer Studie zufolge ihre Investitionen in den Klimaschutz deutlich erhöhen, damit die Bundesrepublik ihre selbstgesteckten Ziele erreichen kann.

Nach einer Umfrage der staatlichen Förderbank KfW unter rund 11.000 Firmen aller Größenklassen steckte die Wirtschaft 2021 insgesamt etwa 55 Milliarden Euro in Klimaschutzmaßnahmen im Inland. „Für das Ziel der Klimaneutralität ist mehr als eine Verdoppelung notwendig“, sagte die KfW-Chefvolkswirtin Fritzi Köhler-Geib am Dienstag in Frankfurt.

Jeder achte Euro der Gesamtinvestitionen deutscher Unternehmen von 433 Milliarden Euro floss der KfW zufolge im vergangenen Jahr in Energiewendevorhaben. „Es passiert viel, aber es muss noch mehr passieren“, sagte Köhler-Geib. Um Klimaneutralität in Deutschland bis 2045 zu erreichen, seien Gesamtinvestitionen von etwa 5 Billionen Euro nötig. Allein private Unternehmen müssten jährlich Investitionen in Höhe von 120 Milliarden Euro stemmen.

Die allermeisten Unternehmen, die 2021 in Klimaschutz investierten, wandten der Umfrage zufolge dafür einen eher überschaubaren Betrag auf. Bei Kleinstunternehmen waren es im Schnitt 23.000 Euro. Größere Mittelständler mit mehr als 50 Beschäftigten und maximal 500 Millionen Euro Jahresumsatz kamen im Schnitt auf 251.000 Euro.

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