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„Das hatte ich auch mal“ – Retro-Spielzeug im Trend

Eine junge Frau spielt mit einem Monchichi. Foto

© Jonas Walzberg/dpa

Zauberwürfel, Pokémon, Power Rangers – war alles schon mal da und ist jetzt wieder bei Kindern angesagt. Wieso ist Retro im Trend?

Beim Kauf der Weihnachtsgeschenke haben Eltern die Qual der Wahl. In den Spielzeuggeschäften konkurriert oft eine schier unüberschaubare Masse an Produkten um Aufmerksamkeit.

Kein Wunder, dass Eltern dann gerne zu Altbewährtem greifen: Spielzeuge, die sie aus ihrer eigenen Kindheit kennen und an die sie schöne Erinnerungen haben. Retro ist einer der großen Trends, den die Spielwarenbranche gerade erlebt. Mal wieder.

„Es gibt immer Wellen, die wiederkommen“, sagt Ulrich Brobeil vom Deutschen Verband der Spielwarenindustrie (DSVI). Zum Beispiel der Zauberwürfel, an dem schon Generationen geknobelt haben und der sich inzwischen in zahlreichen Varianten in den Kinderzimmern wiederfindet. Oder die Spielzeuge und vor allem die Sammelkarten rund um die Pokémon-Computerspiele. „Die sind der Renner auf dem Schulhof“, sagt der Münchner Marktforscher Axel Dammler.

Den Retro-Trend befeuern einerseits die Eltern, andererseits die Industrie. Doch woher kommt das? „Erwachsene kaufen die Spielzeuge, die sie selbst als Kind kannten“, erläutert Karin Falkenberg, die sich als Leiterin des Nürnberger Spielzeugmuseums mit Trends und Moden in der Spielzeug-Geschichte auskennt. „Diese haben einen sehr starken Wiedererkennungswert, der eingebrannt ist in die Erinnerung.“

Genau da setzen manche Spielzeuge gezielt an. Sie sprechen die Erwachsenen an, weil diese am Ende diejenigen sind, die das Geld ausgeben. Immerhin 4,7 Milliarden Euro waren es Prognosen des Marktforschungsunternehmens npd Group zufolge von Januar bis Oktober diesen Jahres – und…