Anduril Australia XL-AUV
Groß wie ein Bus und nicht wasserdicht – Australiens Marine baut vollautonome Roboter-U-Boote

Das XL-AUV besitzt keine Druckhülle

© Anduril Industries / PR

Der U-Bootkrieg der Zukunft wird ohne Menschen auskommen. Ohne Besatzung lässt sich ein U-Boot sehr viel einfacher und billiger herstellen. Die Roboter-U-Boote können 6000 Meter tief tauchen, die operative Tiefe konventioneller Boote liegt bei etwa 500 Metern.

Anduril Australia wird drei autonome Unterwasserdrohnen für die Marine bauen. Nach dem Siegeszug der fliegenden Drohnen gelten Unterwasserdrohnen als nächster Meilenstein. Die australischen Modelle sind voll tauchfähig und relativ groß. Sie sollen die Dimension eines Schulbusses erreichen, darum heißen sie auch XL-AUV – Autonomous Underwater Vehicles. Das Besondere dabei: Ihre Hülle ist nicht wasserdicht, das Meerwasser fließt in den Rumpf. Wenn keine luftgefüllten Zonen in dem Boot sind, benötigt es auch keine Hülle, die dem Wasserdruck standhält. Für Boote mit menschlicher Besatzung ist so eine Zone unabdingbar, die Drohne benötigt dagegen keine Atemluft. Dadurch wird der Aufbau des Tauchkörpers wesentlich vereinfacht. Auch der Transport wird erleichtert, da das autonome U-Boot wesentlich leichter ist.

Drei unterschiedliche Modelle sollen zunächst gebaut werden. David Goodrich, Geschäftsführer von Anduril, sagte: „Sie bestehen aus einem Aluminiumgerüst, das mit einer leichten Haut überzogen ist, die Lücken aufweist, und sie fahren komplett unter Wasser. Sie haben ein gemeinsames batteriebetriebenes Antriebssystem am Heck, ein gemeinsames Navigations- und Kontrollsystem im Bug und alles dazwischen ist für die Nutzlast.“ Das mittlere Nutzlast-Modul kann unterschiedlich lang ausgelegt werden.

Gadget

100 Meter Tiefe und ganz einfach zu steuern – die „Nemo“ erkundet die Unterwasserwelt