US-Justiz
Trump-Finanzchef: Nach Wahl Unternehmensmethoden geprüft

Der ehemalige Finanzchef der Trump Organization, Allen Weisselberg, kommt in den Gerichtssaal in New York. Foto

© Yuki Iwamura/FR171758 AP/dpa

Jahrelang hintergeht die Trump Organization systematisch den Fiskus. Als Donald Trump Präsident wird, rücken die Praktiken in den Fokus. Nun sagt sein ehemaliger Finanzchef erneut vor Gericht aus.

Die Trump Organization hat nach der Wahl Donald Trumps zum US-Präsidenten nach Worten des langjährigen Finanzchefs Allen Weisselberg alle Unternehmensmethoden auf Illegalitäten hin überprüft.

„Mr. Trump wurde Präsident und jeder schaute unsere Firma anders an, inklusive er selbst“, sagte Weisselberg US-Medienberichten zufolge gestern vor einem Gericht in New York aus. „Wir haben uns zu der Zeit gedacht, dass wir alle unsere Methoden, die wir über Jahre benutzt hatten, überprüfen und sicherstellen sollten, damit wir alles korrigieren, was korrigiert werden muss.“

Gegen Weisselberg und die Trump Organization läuft in New York seit rund drei Wochen ein Prozess unter anderem wegen Steuerbetrugs. Der Trump Organization sowie einem weiteren mitangeklagten Unternehmen der Gruppe droht eine Geldstrafe von bis zu 1,7 Millionen Dollar. Trump selbst ist nicht angeklagt.

Weisselberg gestand bei seiner Aussage ein, dass er und andere Angestellte jahrelang systematisch den Fiskus hintergangen hätten. Vergünstigungen wie Luxusautos und teure Wohnungen seien nicht versteuert worden. Trump und Mitglieder seiner Familie hätten zwar viele der Schecks selbst unterschrieben, seien aber nicht Teil des Betrugs gewesen, sagte Weisselberg aus.

Weisselberg war im Juni 2021 unter anderem von seiner Position als Finanzchef der Trump Organization zurückgetreten. Wenige Wochen später bekannte er sich…