Studie
Riffmantas fühlen sich im Inselparadies Raja Ampat pudelwohl

Riffmantas im Meer vor dem Inselparadies Raja Ampat. Rund um das abgelegene Archipel im Indopazifik haben die Tiere ihr Paradies gefunden. Foto

© Edy Setyawan/Waipapa Taumata Rau, University of Auckland./dpa

Die Zahl von Riffmantas ist weltweit fast überall rückläufig. Nur in einem tropischen Inselarchipel haben die Rochen ihr Paradies gefunden. Aber warum fühlen sie sich in Raja Ampat so pudelwohl?

Rund um ein abgelegenes Archipel im Indopazifik haben Riffmantas ihr Paradies gefunden: In Raja Ampat nordwestlich von Papua Neuguinea hat die Zahl der Rochen im Laufe eines Jahrzehnts enorm zugenommen, wie eine Studie der neuseeländischen Universität Auckland ergab. Die Forscher sprechen von „einer seltenen guten Nachricht aus der Meereswelt“. Das Gedeihen der Tiere rund um das indonesische Inselarchipel sei vor allem langfristigen Schutzmaßnahmen zu verdanken – was wiederum zeige, wie wichtig Meeresschutzgebiete (MPAs) und streng kontrollierte Fischereivorschriften seien, sagte Hauptautor Edy Setyawan.

Riffmantas werden auf der Roten Liste der Weltnaturschutzunion (IUCN) als gefährdet eingestuft. Die jetzt in der Fachzeitschrift „Frontiers of Marine Science“ publizierte Studie sei der erste veröffentlichte Beweis dafür, dass die Population der zu den Teufelsrochen gehörenden Art überhaupt irgendwo auf der Welt wachse. „Trotz des weltweiten Rückgangs von Haien und Rochen in den Ozeanen aufgrund von Überfischung in den letzten 50 Jahren haben sich die Riffmantas in Raja Ampat erholt und gedeihen dort“, so Setyawan.

Gezählt und für gut befunden

Das Team untersuchte die Zahl der Riffmantas (Mobula alfredi) in zwei der größten MPAs von Raja Ampat – Dampier Strait und South East Misool – über einen Zeitraum von elf Jahren. Die einzelnen Rochen wurden dabei über ihre…