US-Präsident zu sein, gilt als einer der härtesten Jobs der Welt. Joe Biden macht ihn in einem Alter, in dem andere schon viele Jahre in Rente sind. Für seine Gegner bietet er damit einige Angriffsfläche.

Es war eigentlich ein unverfänglicher Auftritt für Joe Biden. Eine Konferenz zu Ernährung und Hunger in Washington. Der US-Präsident wollte ein paar anwesende Abgeordnete begrüßen. „Jackie, bist du da? Wo bist du?“, rief der 79-Jährige in den Saal. Gemeint war die republikanische Abgeordnete Jackie Walorski. Doch die war acht Wochen vorher bei einem Autounfall gestorben.

Bidens Sprecherin versuchte kurz darauf umständlich zu argumentieren, der Präsident habe die „unglaubliche Arbeit“ der Abgeordneten zu Thema Ernährung lobend erwähnen wollen. Spott und Häme konnte das nicht aufhalten.

Bidens Fehltritt Ende September ist einer von vielen. Der mächtigste Mann der Welt verhaspelt sich regelmäßig bei Auftritten, sucht nach Wörtern, vertauscht Zahlen, verwechselt mal Orte, mal Personen. Bei der Weltklimakonferenz in Schottland im vergangenen Jahr fielen ihm bei der Eröffnungsveranstaltung beim Zuhören mehrmals die Augen zu. Bei der Klimakonferenz in Ägypten in diesem Jahr kam er bei seiner Rede mächtig ins Stolpern.

Versprecher und kleine Patzer passieren jedem, doch bei Biden häuft es sich – nicht nur, weil er seit seiner Kindheit ein Stotterproblem hat und manchmal einfach schwierige Wörter nicht über die Lippen bekommt. Auch inhaltlich muss das Weiße Haus öfter eine Aussage des Chefs nachträglich einfangen. Bei einem Auftritt im Mai scherzte Biden über sich selbst: „Hin und wieder mache ich einen Fehler (…) – nun ja, einmal pro Rede.“

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