Asien
Proteste gegen Thailands Regierung zu Beginn von Apec-Gipfel

Eine Demonstrantin protestiert vor der Bereitschaftspolizei in Bangkok. Foto

© Varuth Pongsapipatt/SOPA Images via ZUMA Press Wire/dpa

In Bangkok beginnt das Gipfeltreffen der asiatisch-pazifischen Wirtschaftsgemeinschaft. Thailands Regierung mobilisiert Zehntausende Sicherheitskräfte – man fürchtet regierungskritische Proteste.

Zu Beginn des Gipfels der Staaten der asiatisch-pazifischen Wirtschaftsgemeinschaft Apec in Bangkok ist es zu weiteren Protesten gekommen. Dabei gab es Berichten zufolge am Morgen (Ortszeit) in der Nähe des Tagungsortes im Zentrum der Metropole kleinere Zusammenstöße zwischen Demonstranten und der Polizei.

Unter anderem waren zahlreiche Poster mit Parolen gegen den thailändischen Ministerpräsidenten Prayut Chan-o-cha, aber auch gegen den chinesischen Staats- und Parteichef Xi Jinping und den russischen Präsidenten Wladimir Putin zu sehen. Bereits gestern hatte es Proteste gegeben.

Die Regierung hatte vor dem Gipfel die Bevölkerung aufgerufen, von solchen Aktionen abzusehen. Das Treffen sei extrem wichtig für Thailand und könne dem Land unter anderem mehr Investitionen und Tourismus bringen, hatte Prayut betont. Zehntausende Polizisten und Soldaten sichern das Event. Die Straßen rund um das Queen Sirikit Convention Center, wo sich die Staats- und Regierungschefs der Apec-Staaten bis morgen treffen, sind weiträumig geschlossen.

Vor der Corona-Pandemie gab es immer wieder Massenproteste gegen Thailands Regierung. Die Demokratiebewegung fordert unter anderem Neuwahlen, eine Verfassungsänderung und eine Reform der Monarchie. Der General Prayut Chan-o-cha ist seit einem Putsch des Militärs 2014 an der Macht.

dpa

#Themen