Asien
Apec-Gipfel von Konflikten überschattet

Polizisten entfernen einen Demonstranten, der zusammen mit weiteren versucht zum Veranstaltungsort des Apec-Gipfels zu gelangen. Foto

© Wason Wanichakorn/AP/dpa

Kaum startet in Bangkok der Apec-Gipfel, wird eine neue Provokation von Nordkoreas Machthaber Kim Jong Un bekannt. Derweil gibt es auf den Straßen wütende Proteste gegen den Gastgeber.

Inmitten neuer Bedrohungen für den Weltfrieden haben Spitzenpolitiker der Asien-Pazifik-Region Nordkoreas jüngsten Raketenabschuss scharf verurteilt und zu internationaler Geschlossenheit aufgerufen. Kurz nach dem Auftakt des zweitägigen Apec-Gipfels kamen am Freitag in der thailändischen Hauptstadt Bangkok führende Vertreter aus den USA, Südkorea, Japan, Australien, Kanada und Neuseeland zu einer Dringlichkeitssitzung zusammen. Wenige Stunden zuvor hatte Nordkorea erneut eine atomwaffenfähige Rakete abgefeuert, die theoretisch US-Territorium erreichen kann. 

„Dieses neuerliche Verhalten Nordkoreas ist ein schamloser Verstoß gegen mehrere UN-Sicherheitsresolutionen“, sagte US-Vizepräsidentin Kamala Harris in Bangkok. Das Land erhöhe damit unnötig die Spannungen in der Region. „Wir verurteilen diese Aktionen aufs Schärfste und haben Nordkorea erneut aufgefordert, weitere rechtswidrige Destabilisierungen zu stoppen.“

Japans Ministerpräsident Fumio Kishida nannte den Raketentest „absolut nicht hinnehmbar“. Er rief die internationale Gemeinschaft zu gemeinsamem Handeln mit dem Ziel auf, Nordkorea komplett zu denuklearisieren. Südkoreas Ministerpräsident Han Duck Soo erklärte, solche „illegalen Aktivitäten“ des Nachbarlandes würden „niemals toleriert“. Die internationale Gemeinschaft müsse sich zusammenschließen und entschlossen reagieren.

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