Guten Morgen liebe Leserinnen und Leser,

Auch einen Tag nach dem töflichen Raketeneinshlag bleibt der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj dabei: Das Geschoss kam von russischer Seite. „Ich denke, dass es eine russische Rakete war – gemäß dem Vertrauen, das ich zu den Berichten der Militärs habe“, sagt Selenskyj. Dabei mehren sich immer mehr Stimmen, die von einer ukrainischen Luftabwehrrakete ausgehen. Derzeit laufen die Ermittlungen. Doch schon jetzt ist klar: Egal, aus welchem Arsenal die Rakete stammt, Russland ist wegen seines Angriffskrieges auf die Ukraine auch für den Einschlag in Polen verantwortlich.

Wir zählen heute den 267. Kriegstag und starten mit einem Überblick über die Geschehnisse aus der Nacht:

Selenskyj will, das die Ukraine bei den Untersuchungen in Polen einbezogen wirdUSA sehen die Verantwortung für den tödlichen Raketeneinschlag in Polen bei RusslandUS-Generalstabschef versucht russischen Amtskollegen zu erreichen – und scheitertUkraine verlängert Kriegsrecht und Mobilmachung um weitere 90 TageDas wird an diesem Donnerstag noch wichtig:
Mehr als acht Jahre nach dem Abschuss des Passagierfluges MH17 mit 298 Toten wird ein Strafgericht in den Niederlanden sein Urteil gegen vier mutmaßliche Täter verkünden. Die Angeklagten – drei Russen und ein Ukrainer – waren hochrangige prorussische Separatisten in der Ostukraine und sollen nach Darstellung der Anklage die Rakete besorgt haben, mit der die Maschine abgeschossen wurde.

Einen guten Start in den Tag wünscht Ihnen
Christine Leitner