Das Wichtigste in Kürze: Getreide-Exportabkommen wird verlängert Ukraine verschenkt Weizen, Berlin zahlt den Transport Militärischer Sieg der Ukraine gilt als „wenig wahrscheinlich“ Russischer Generalstab war in der Krise nicht erreichbar Folterkammern und Gräber in Cherson

 

Kurz vor Ablauf der Frist haben sich die Ukraine und Russland auf eine Verlängerung des Getreide-Ausfuhrabkommens verständigt. Die Vereinbarung gilt für 120 Tage, wie der ukrainische Infrastrukturminister Oleksandr Kubrakow via Twitter mitteilte. Das von der Türkei und den Vereinten Nationen (UN) im Juli vermittelte Abkommen soll es der Ukraine ermöglichen, trotz des Krieges Getreide aus ihren Schwarzmeer-Häfen zu exportieren. Die Ukraine ist einer der größten Getreideproduzenten der Welt. Durch den russischen Einmarsch konnten zunächst etwa 20 Millionen Tonnen Getreide nicht ausgeführt werden. 

Ein hoher türkischer Regierungsbeamter bestätigte die Verlängerung des Deals. Die bestehende Vereinbarung bleibe für die kommenden vier Monate in Kraft, erklärte er.

Guterres begrüßt die Vereinbarung

UN-Generalsekretär Antonio Guterres lobte die Einigung. „Ich begrüße die Vereinbarung aller Parteien, die Schwarzmeer-Getreide-Initiative fortzusetzen, um die sichere Schifffahrt bei der Ausfuhr von Getreide, Nahrungsmitteln und Düngemitteln aus der Ukraine zu erleichtern“, heißt es in einer Erklärung von Guterres, die vom Gemeinsamen Koordinationszentrum (JCC) in Istanbul verbreitet wurde, das die Einhaltung des Abkommens überwacht. Die Vereinten Nationen setzten sich auch dafür ein, die verbleibenden Hindernisse für die Ausfuhr von Lebensmitteln und Düngemitteln aus der Russischen Föderation zu beseitigen, erklärte Guterres.

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