Zahldienstleister
10 Euro Strafe fürs Nichtnutzen: Paypal führt für viele Nutzer Extragebühren ein

Für viele Internet-Nutzer:innen ist Online-Shopping ohne Paypal kaum noch vorstellbar. Aber nicht jeder angemeldete Account wird auch benutzt. Nun führt das Unternehmen für solche Fälle eine Strafgebühr ein.

Der Nutzen erschließt sich sofort: Statt jeder beliebigen Webseite seine Konto- oder Kreditkartendaten mitzuteilen, setzt man einfach auf einen einzelnen Dienstleister, dem beide Seiten vertrauen können. Paypal hat sich so als viel genutzter Standard-Bezahldienst beim Online-Shopping etabliert. Doch offenbar liegen viele Konten brach – und müssen nun mit einer Strafzahlung rechnen.

Das kündigte der Dienstleister auf seiner Webseite an. Betroffen sind Kunden, die ihren Account seit mehr als einem Jahr nicht mehr aktiv genutzt haben. Ein Teil der betroffenen Nutzer:innen wird in dieser Sache seit dem 15. November auch von Paypal kontaktiert, berichtet „Caschy’s Blog“. 

Paypal: So funktionieren die neuen Gebühren

Paypal geht es bislang vor allem um Händler-Konten, Privatkunden scheinen zunächst nicht von der Gebühr betroffen zu sein. Zudem verkündete der Konzern, dass die Kunden aus Deutschland neben weiteren Ländern wie Österreich, Italien oder Griechenland für dieses Jahr noch keine Strafgebühren zahlen müssen. Diese explizite Ausnahme lässt aber klar den Schluss zu, dass sie in Zukunft erhoben werden dürfte.

Die Gebühr beträgt nach Angaben des Dienstleisters 10 Euro, wer weniger Guthaben auf dem Konto hat, zahlt eine Strafe in Höhe des verbliebenen Guthabens. Ist kein Geld auf dem Konto, wird dieses nicht belastet. Paypal schließt ausdrücklich aus, dass Konten durch die Gebühr in einen negativen Saldo rutschen oder die neue Gebühr von hinterlegten Konten oder anderen Bezahlmethoden abgebucht wird.