Es ist eine schon rührende Leidenschaft, die der deutsche Hollywood-Regisseur Roland Emmerich da verkündet: „Ich denke, das ist die genialste Oper, die jemals geschrieben worden ist“, sagte der Regisseur am Montag (15.11.2022) bei der Deutschlandpremiere von „The Magic Flute – Das Vermächtnis der Zauberflöte“ in München. Damit ist er nicht allein. Seit Generationen schon wird der verspielten Oper von Wolfgang Amadeus Mozart gehuldigt. 

Weltweit füllt die Zauberflöte Opernsäle: Die Figuren sind bunt und interessant, die Story dramatisch, die Arien in mozart’scher Weise gleichsam kunstvoll und eingängig. Eigentlich erstaunlich, dass eine solch erfolgreiche Geschichte nicht schon längst verfilmt worden ist. Es sind immerhin Zeiten, in denen fantastische Geschichten von Harry Potter bis Game of Thrones Hochkonjunktur haben. 

Regisseur Florian Sigl (links), Produzent Roland Emmerich (rechts) und dazwischen der Cast bei der Filmpremiere in München

Nun hat sich Nachwuchsregisseur Florian Sigl des Stoffes angenommen, mit tatkräftiger Unterstützung von Starregisseur Roland Emmerich, der den Film produziert hat. Die Macher glauben an die Zugkraft der Geschichte. Die Zauberflöte kenne man auf der ganzen Welt, sagt Emmerich, und es sei wichtig, auf bekannte Marken und Geschichten aufzubauen. Was sind mögliche Risiken und Nebenwirkungen?

Der Regisseur: Ein Neuling

„The Magic Flute“ ist Sigls Debütfilm: Zunächst hatte er Fagott am Musikkonservatorium in München studiert, schmiss hin und wurde erfolgreicher Werbefilmer. Für die deutsche Kinolandschaft ein ungewöhnlicher Werdegang.

Regisseur Florian Sigl

Sigls Erstling hat auch gleich ein Budget in zweistelliger Millionenhöhe, einen Cast aus jungen Stars aus England und Amerika sowie Operngrößen aus aller Welt bekommen. Für deutsche Verhältnisse ungewöhnlich, für Produzenten Roland Emmerich aber daily business. 

Und für den jungen Regisseur ein Glücksfall: Er konnte sich über den deutschen…