Mit einem Lächeln auf den Lippen lief Niclas Füllkrug an den wartenden Journalisten vorbei und stieg in den Mannschaftsbus der DFB-Elf. Der 29-Jährige war der einzige Spieler, der nach dem knappen 1:0 (0:0)-Sieg gegen den Oman ein gutes Gefühl gehabt haben dürfte. Füllkrug, der von Bundestrainer Hansi Flick erstmals in den DFB-Kader berufen wurde, feierte gegen den Oman sein Debüt im Trikot der Nationalmannschaft. Nach seiner Einwechslung in der zweiten Halbzeit war er an den wenigen Torchancen beteiligt und erzielte in der 80. Minute den erlösenden Siegtreffer. „Ich freue mich sehr, dass ich helfen konnte“, sagte Füllkrug.

Mit seinem Tor sorgte der Bremer Stürmer für Erleichterung bei seinen Mitspielern und dem Trainerstab, denn die Leistung der Nationalmannschaft war wenige Tage vor dem WM-Start in Katar alles andere als gut. Der Bundestrainer hatte die letzte Partie vor dem Turnierstart in Katar zum großen Experimentierfeld gemacht und verzichtete auf Stammkräfte wie Antonio Rüdiger, Serge Gnabry, Niklas Süle, Thomas Müller oder auch Rückkehrer Mario Götze. Stattdessen sollten Spieler wie Armel Bella-Kotchap, Lukas Klostermann oder Debütant Youssoufa Moukoko Spielpraxis sammeln.

Mit erst 17 Jahren feiert Youssoufa Moukoko (r.) sein Debüt im Trikot der DFB-Elf

Die Folge war ein harmloser Auftritt der DFB-Elf gegen einen mutig spielenden Gastgeber. Der Pfostentreffer von Moukoko war die einzige gefährliche Toraktion der Gäste in der ersten Halbzeit. Es fehlte dem deutschen Spiel an Kreativität und Einsatzbereitschaft. Viele Fehlpässe, Abstimmungsprobleme und teilweise haarsträubende Fehler in der Defensive bestimmten das Spiel der Flick-Elf.

Kein Zeichen von Dominanz, Souveränität oder Selbstvertrauen – und das nur eine Woche vor dem ersten WM-Spiel gegen Japan. „Es ist bestimmt etwas schwierig das aus dem Kopf rauszukriegen, weil es der letzte Test vor der WM war“, gab Thilo Kehrer zu, ergänzte aber: „Natürlich sind wir alle motiviert und…