Niederländisches Gericht
Lebenslange Haft – Gericht spricht drei Männer für Abschuss von Flug MH17 schuldig

Journalisten verfolgen auf einem großen Bildschirm die Urteilsverkündung im Falle des Abschusses von Flug MH-17 über der Ostukraine

© Patrick Post / DPA

Mit einer Rakete wurde 2014 eine Boeing über umkämpftem Gebiet in der Ostukraine abgeschossen. 298 Menschen starben. Drei Russen und ein Ukrainer waren angeklagt. Nun urteilte das Gericht – doch der Schuldspruch ist lediglich symbolischer Natur.

Ein niederländisches Strafgericht hat drei ehemals hochrangige pro-russische Separatisten wegen des Abschusses des Passagierfluges MH17 über der Ostukraine im Jahr 2014 mit 298 Toten schuldig gesprochen und zu lebenslanger Haft verurteilt. Ein vierter Angeklagter wurde freigesprochen. Das Gericht verkündete das Urteil am Donnerstag in Abwesenheit der Angeklagten, lediglich der nun Freigesprochene hatte sich von Anwälten vertreten lassen.

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Es gilt als unwahrscheinlich, dass die Verurteilten ihre Strafe auch verbüßen werden. Sie sollen sich in Russland aufhalten. Das Land wird sie nach Einschätzung von Experten nicht ausliefern. Moskau erkennt das Gericht nicht an und weist jegliche Mitverantwortung an dem Abschuss zurück.

Flug MH-17 von Luftabwehrrakete vom Typ Buk getroffen

Die fünf Richter sahen es als erwiesen an, dass die beiden verurteilten Russen und ein Ukrainer für den Einsatz der Luftabwehrrakete vom Typ Buk verantwortlich waren, mit der die Boeing abgeschossen wurde. Das Geschütz war dem Urteil zufolge vom russischen Militärstützpunkt Kursk in die Ukraine geliefert und nach dem Abschuss wieder zurück über die Grenze gebracht worden.