Teilzeit-CEO
Irrer Auftritt vor Gericht: Elon Musk gibt an, eigentlich nirgendwo Chef sein zu wollen

CEO mehrerer Konzerne: Elon Musk sieht sich selbst nicht in der Chefrolle.

© Patrick Pleul/dpa-Zentralbild/POOL/dpa

Investoren seiner Firmen werfen Elon Musk vor, seinen vielen Projekten zu wenig Aufmerksamkeit zu widmen – und damit als Chef nicht zu taugen. Vor Gericht entgegnet Musk, dass er eigentlich nirgendwo CEO sein wolle.

Seit zwei Wochen wütet US-Milliardär Elon Musk durch die Reihen von Twitter. Im Eiltempo drückt er Reformen durch, feuert Tausende Mitarbeiter:innen und sorgt vor und hinter den Kulissen der Plattform für heilloses Chaos. Das alles kostet Zeit – und ist typisch für den wohl berühmtesten Multitasker der Welt. Immer wieder neue Projekte, fast jede Woche ein neuer Fokus. Doch nicht jeder findet Gefallen an dieser Umtriebigkeit – und das ist der Fluch eines börsennotierten Konzerns. Musk ist den Aktionären Rechenschaft schuldig – und die werfen ihm vor, dass er seine Pflichten dort vernachlässigt, wo sie ihr Geld angelegt haben (hier erfahren Sie mehr).

Elon Musk der Rosinenpicker

In den USA musste sich Musk deshalb jetzt vor Gericht erklären. Erwartungsgemäß warf sein Auftritt mehr Fragen auf, als er Antworten lieferte. Denn darauf angesprochen, wie er seine Rolle als CEO sieht und damit auch seine außerordentlich hohen Sonderzahlungen rechtfertigt, entgegnete er schlicht: „Ehrlich gesagt, möchte ich nicht der CEO irgendeines Unternehmens sein.“

Es folgte eine Schilderung, wie er seine Rolle bei seinen diversen Unternehmen selbst sehe. Bei dem Raumfahrtunternehmen SpaceX sei er verantwortlich für die Technik der Raketen, bei Tesla für die Technologie im Auto, die nach seiner Ansicht maßgeblich für den Erfolg der Marke verantwortlich sei.

Die Standarddefinition eines CEO passe…