Covid-19
Stiko: Corona-Impfung für Kleinkinder nur in Risikofällen

Ein kleines Mädchen wird gegen das Coronavirus geimpft. Foto

© Daniel Reinhardt/dpa

Seit kurzem gibt es auch für Kleinkinder einen zugelassenen Corona-Impfstoff. Die Stiko rät aber nun nur einigen von ihnen zur Impfung. Eine frühere Empfehlung relativiert das Expertengremium.

Einige Wochen nach der Zulassung eines niedriger dosierten Corona-Impfstoffs für Kleinkinder in der EU empfiehlt die Ständige Impfkommission (Stiko) dessen Einsatz nur bei Risikofaktoren.

Die Impfempfehlung werde für vorerkrankte Kinder im Alter von sechs Monaten bis vier Jahren ausgesprochen, teilte das Expertengremium mit. Auch Frühgeborene, die das zweite Lebensjahr noch nicht vollendet haben, trügen ein erhöhtes Risiko und sollen nach Stiko-Auffassung geimpft werden. Bereits in den vergangenen Wochen war die noch nicht finale Empfehlung in Medien thematisiert worden.

Keine „kleinen Erwachsenen“

Nach Prüfung der verfügbaren Daten spreche man im Augenblick keine generelle Impfempfehlung für die Gruppe der kleinen Kinder aus, sagte Stiko-Chef Thomas Mertens. Die Kinder von sechs Monaten bis vier Jahren seien mit ihrem noch in Entwicklung befindlichen Immunsystem eine besondere Altersgruppe: Man könne sie nicht als „kleine Erwachsene“ betrachten. Dem Virologen zufolge wertet die Stiko die Erkenntnisse zu Wirksamkeit und Sicherheit des Vakzins in der Altersgruppe als noch begrenzt. In der Begründung zur Empfehlung heißt es, dass Kinder bis zu vier Jahren „als besonders sensibel für Effekte von Arzneimittelnebenwirkungen angesehen“ würden.

Bei gesunden Kindern sind schwere Verläufe laut Stiko sehr selten, der weitaus größte Teil der Infektionen bei ihnen verlaufe mild oder ohne Symptome. Bisher wurden den Angaben zufolge 19…