Arbeit
Weihnachtsgeld hilft längst nicht allen durch die Inflation

Im Schnitt gibt es in diesem Jahr für Tarifbeschäftigte ein Weihnachtsgeld von 2747 Euro. Foto

© Frank Rumpenhorst/dpa

Weihnachtsgeld können gerade viele Menschen gut gebrauchen. Aber längst nicht alle Arbeitnehmer erhalten die Sonderzahlungen zum Jahresende. Ein Kriterium ist für den Anspruch besonders wichtig.

Explodierende Heizkosten und teure Lebensmittel: In vielen Haushalten sind gerade zum Jahresende zusätzliche Einnahmen hoch willkommen.

Doch sind es vor allem Arbeitnehmer, die nach Tarifverträgen bezahlt werden, die sich weitgehend darauf verlassen können, im November oder Dezember ein sogenanntes Weihnachtsgeld zu erhalten. Im Schnitt werden an Tarifbeschäftigte 2747 Euro überwiesen, wie das Statistische Bundesamt berichtete. Im Vergleich zum Vorjahr ist das eine Steigerung um 2,6 Prozent und kann damit nicht mit der allgemeinen Teuerung mithalten.

Einen tariflichen Anspruch auf Sonderzahlungen zum Jahresende haben laut der Destatis-Auswertung 85,7 Prozent der Tarifbeschäftigten. Im Osten erhalten mit 88,5 Prozent anteilig etwas mehr Tarifbeschäftigte Weihnachtsgeld als im Westen mit 85,3 Prozent. Dafür fallen im Westen die Zahlungen durchschnittlich um 157 Euro höher aus.

Mit Tarifvertrag gibt’s häufiger Weihnachtsgeld

Tarifverträge gelten allerdings längst nicht für alle Arbeitnehmer in Deutschland. 46 Prozent der westdeutschen und 55 Prozent der ostdeutschen Beschäftigten arbeiteten 2021 in Betrieben, in denen es gar keinen Tarifvertrag gab, hat das Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) im Mai festgestellt. Es gibt aber eine große Zahl von Betrieben, die ihre Zahlungen an Tarifverträgen orientieren, ohne aber verbindlich daran gebunden zu sein.

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