Triathlon auf Hawaii
Haug erschöpft, aber happy: Erneut Dritte beim Ironman

Die deutsche Triathletin Anne Haug während der Laufetappe beim Datev Challenge Roth. Foto

© Daniel Karmann/dpa

Sie zeigen starken Leistungen. Für den Sieg auf Hawaii aber reicht es nicht. Anne Haug wird Dritte, Laura Philipp Vierte. In einem schweren Rennen triumphiert eine Überraschungssiegerin.

Mit zittrigen Beinen gratulierte Anne Haug ihren Bezwingerinnen, danach sackte die 39-Jährige im Ziel von Kailua-Kona völlig erschöpft zusammen. 1090 Tage nach ihrem WM-Triumph auf Hawaii musste sie sich diesmal geschlagen geben.

Die Bayreutherin belegte im Mekka des Triathlons wie zuvor 2018 und auch bei der Nachhol-WM im Mai in St. George den dritten Platz. Zu stark waren die amerikanische Sensationssiegerin Chelsea Sodaro bei deren WM-Debüt und die Britin Lucy Charles-Barclay, die wie 2017, 2018 und 2019 Vizeweltmeisterin über 3,86 Kilometer Schwimmen, 180,2 Kilometer Radfahren und 42,2 Kilometer Laufen wurde. 

„Es war alles, was drin war“, betonte Haug. „Wenn man alles gegeben hat, ist man mit allem zufrieden und ein Podestplatz ist immer genial“, sagte sie dem ZDF. Wie vor drei Jahren wurde Laura Philipp Vierte, gebremst von einer Zeitstrafe. Aber auch ohne das Handicap wäre sie an Sodaro an diesem Tag wohl nicht herangekommen. Die 33-Jährige zeigte bei ihrem WM-Debüt und ihrem erst zweiten Ironman gut anderthalb Jahre nach der Geburt ihrer Tochter eine famose Vorstellung. 

Früher Start vom Pier

Mit hawaiianischem und US-Pathos ging es los am frühen Morgen am Pier von Kailua-Kona, zum ersten Mal in der bis 1978 zurückreichenden Geschichte des Ironman gehörte die Bühne bei den Profis nur den Frauen. Weil nach den Hawaii-Ausfällen 2020 und 2021 doppelt so viele Altersklassenathleten (rund 5000) dabei…