Guten Morgen liebe Leserinnen und Leser,

auch nach 225 Tagen nimmt der Krieg in der Ukraine seinen Lauf. Wahrscheinlich denkt Putin nicht einmal im Traum daran, ihn zu beenden. Wie könnte man ihn trotzdem stoppen? Vielleicht gibt es auf dem Mega-Gipfel der EU-Staaten eine zündende Idee. 44 Staats- und Regierungschefs treffen sich heute zum Gründungsgipfel der Europäischen Politischen Gemeinschaft in Prag, um ein Zeichen der Geschlossenheit zu setzen. Auch Vertreter von Beitrittskandidaten wie der Ukraine und Moldau werden dort sein. Die Idee hatte Emmanuel Macron – der dafür aber auch Kritik einstecken musste. In Brüssel sind nicht alle von dem Gipfel überzeugt. Trotzdem will man sich von nun an „ein- oder zweimal im Jahr“ treffen – hoffentlich sind die dort diskutierten Ideen und Beschlüsse konkreter. Und hoffentlich findet sich dort auch eine Lösung für den Krieg in der Ukraine.

Wir begleiten Sie an dieser Stelle wie gewohnt durch den Kriegs(all)tag und starten mit einem Überblick aus der Nacht:

Selenskyj will Fußball-WM in der Ukraine ausrichtenPutin annektiert per Dekret Europas größtes Atomkraftwerk SaporischschjaNordbert Röttgen (CDU) hält Atomwaffeneinsatz für unwahrscheinlich, Sigmar Gabriel (SPD) aber nichtRussen kaufen mehr AntidepressivaOECD kündigt Beitrittsgespräche mit Ukraine an

Und das wird heute noch wichtig:
Der Chef der Internationalen Atombehörde, Rafael Grossi, wird in Kiew erwartet. Anschließend will der Argentinier auch Moskau seinen Besuch abstatten. In Gesprächen sol es um das AKW Saporischschja gehen.

Militärbeobachtern zufolge haben die Ukrainer im Gebiet Luhansk ihre Kräfte inzwischen umgruppiert und sind bereit zu weiteren Angriffen. Bereits heute könnte es Gefechte um die für den russischen Nachschub wichtige Stadt Swatowe oder die Stadt Kreminna am Fluss Siwerskyj Donez geben.

Einen schönen Donnerstag wünscht Ihnen
Christine Leitner