Konflikte
Nordkorea schickt 12 Kampfflugzeuge in Nähe der Grenze

Ein Fernsehbildschirm im südkoreanischen Seoul zeigt eine Nachrichtensendung über den nordkoreanischen Raketenstart. Foto

© Lee Jin-Man/AP/dpa

Die USA verlegen ihren nukleargetriebenen Flugzeugträger wieder in das Ostmeer. Nordkorea antwortet prompt mit Kurzstreckenraketen und der Verlegung von Kampfjets.

Nordkorea hat zwölf Kampfflugzeuge in der Nähe der innerkoreanischen Grenze entsandt. Wie die Nachrichtenagentur Yonhap unter Berufung auf den südkoreanischen Generalstab am Donnerstag berichtete, sollen diese einer ersten Einschätzung zufolge Schießübungen durchgeführt haben. Südkorea schickte als direkte Reaktion 30 Kampfflugzeuge in das Grenzgebiet.

Erst am Donnerstagmorgen hat Nordkorea ungeachtet starker Proteste seine Serie von Raketentests fortgesetzt und erneut zwei ballistische Kurzstreckenraketen in Richtung des Japanischen Meeres (koreanisch: Ostmeer) abgefeuert. Die Geschosse seien bei der nordkoreanischen Hauptstadt Pjöngjang gestartet worden, hieß es aus Südkorea. Die eine sei bei einer maximalen Höhe von 80 Kilometern 350 Kilometer weit geflogen, die andere 800 Kilometer bei einer maximalen Höhe von 60 Kilometern.

Am Mittwoch hatte Südkorea mitgeteilt, die USA wollten ihren nukleargetriebenen Flugzeugträgers „USS Ronald Reagan“ erneut in die Gewässer östlich der koreanischen Halbinsel entsenden. Zuletzt war das Schiff im September zu seinem ersten Besuch in Südkorea seit fast vier Jahren eingetroffen und hatte an einem Seemanöver zwischen südkoreanischen und US-Streitkräften teilgenommen. Es wird laut Yonhap erwartet, dass der Flugzeugträger noch im Laufe des Tages an einer weiteren Übung mit Südkorea und Japan in den internationalen Gewässern teilnehmen wird.

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