Wohnungsnot
Wie sich die Art zu bauen ändern muss

Ein Mehrfamilienhaus in Frankfurt wurde um zwei neue Obergeschosse aufgestockt. Foto

© Boris Roessler/dpa

400.000 neue Wohnungen sollen künftig bundesweit pro Jahr gebaut werden, allein 20.000 davon in Berlin. Damit das sozial und umweltverträglich klappt, muss nicht nur mehr, sondern auch anders gebaut werden.

Ein unscheinbarer weißer Plattenbau am nordöstlichen Stadtrand von Berlin steht an diesem Mittwoch sinnbildlich für die Herausforderungen des sozialen und umweltfreundlichen Wohnungsbaus in Deutschland. Noch vor zwei Jahren war das Gebäude der landeseigenen Wohnungsbaugesellschaft Howoge drei Stockwerke kleiner und um 22 Wohnungen ärmer. Nach rund 20 Monaten Bauzeit ist die Aufstockung der Platte nun abgeschlossen, neue Mieterinnen und Mieter können einziehen. In einigen Wohnungen kostet der Quadratmeter lediglich 6,50 Euro Miete.

Nicht nur Berlins Regierende Bürgermeisterin Franziska Giffey kam an diesem Mittwoch, um die Fertigstellung des Bauprojekts zu begutachten. Auch Bundesbauministerin Klara Geywitz (beide SPD) hat sich Zeit genommen. Denn nicht nur aus Sicht der beiden Politikerinnen steht das Nachverdichten bestehender Wohnräume für eine sozial- und umweltverträgliche Art des Bauens, von der es dringend mehr braucht.

Blick auf den Klimawandel

„Wir müssen zum einen natürlich mehr Wohnungen bauen in Deutschland, die werden gebraucht von ganz vielen“, sagte Geywitz. „Gleichzeitig müssen wir mit dem Blick auch auf den Klimawandel so bauen, dass wir Fläche sparen, dass nicht jede Generation immer mehr neue Flächen versiegelt.“ Neben dem Aufstocken betont sie vor allem die Notwendigkeit seriellen Bauens, also der Verwendung vorgefertigter Bauteile für schnellere und günstigere Projekte.

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