Trotz Ukraine-Krieg
Hoffnungsschimmer im All: Kosmonautin fliegt auf die ISS – Russland will länger an Bord bleiben

SpaceX-Crew-5 vor dem Start zur ISS (v.l n.r.): Kosmonautin Anna Kikina, Nasa-Astronaut Josh Cassada, ein Neuling im All, Nasa-Astronautin Nicole Mann, erste indigene Frau und Kommandantin einer Mission, der japanische Raumfahrt-Routinier Koichi Wakata.

© Jim Watson / AFP

Es gibt sie noch, die Kooperationen zwischen Russland und dem Westen. Zumindest im All. Mit der „Crew Dragon“ von SpaceX fliegt eine Kosmonautin mit zur ISS. Und ihr Arbeitgeber Roskosmos will die Station nicht mehr abstürzen lassen. Im Gegenteil.

Wenn die „Crew Dragon“-Raumkapsel von Elon Musks Unternehmen SpaceX an diesem Mittwoch auf dem Weg zur Internationalen Raumstation ISS ist, ist das alles andere als ein Routineflug ins All. Trotz des von Russlands Präsidenten Wladimir Putin angezettelten Ukraine-Kriegs ist neben drei Astronaut:innen aus den USA und Japan auch eine russische Kosmonautin an Bord. Der Krieg und die dadurch entstandenen Spannungen zwischen Russland und dem Westen haben nicht verhindert, dass die 38-jährige Anna Kikina mit auf den Außenposten in der Erdumlaufbahn fliegt. Wenigstens im All scheint also eine Zusammenarbeit weiter möglich – zumal die russische Raumfahrtbehörde Roskosmos auch noch signalisiert hat, über das Jahr 2024 hinaus mit an Bord bleiben zu wollen.

ISS: Russland bleibt bis eigene Station im Orbit ist

Das klang zu Beginn des Krieges noch ganz anders. Von einem Ausstieg war die Rede, martialisch wurde gar angedroht, die ISS abstürzen zu lassen, sollte sich der Westen in den Krieg einmischen. Geblieben ist davon, dass Roskosmos wiederholt den Verbleib im ISS-Projekt bis 2024 verkündet hat – ein Datum, das schon vor dem Ukraine-Krieg feststand. Nun ist sogar von einer Verlängerung die Rede. Der Chef des russischen Programms für…