Neuberechnung
Lindner regt Verlängerung bei Grundsteuer an

Das Steuerportal Elster. Foto

© Bernd Weißbrod/dpa

Millionen Bürgern sitzt ein Termin im Nacken: Bis Ende Oktober sollen sie Daten für die neue Grundsteuer einreichen. Jetzt könnten die Eigentümer mehr Zeit bekommen.

Viele Bürger fühlen sich schlichtweg überfordert, in den Finanzämtern droht Überlastung: Bei der Reform der Grundsteuer läuft vieles nicht rund. Vier Wochen vor Ende der Frist hat nicht einmal jeder dritte Haus- und Wohnungsbesitzer seine Unterlagen online abgegeben.

Finanzminister Christian Lindner wirbt für Realismus: Manchen Bürgern sei es gerade einfach zu viel. „In diesen Zeiten haben wir alle anderes und Wichtiges zu tun, andere und größere Sorgen“, sagte der FDP-Politiker am Mittwoch. Wer seine Daten noch nicht eingereicht hat, kann jetzt auf Aufschub hoffen.

Noch in dieser Woche will Lindner das Gespräch mit den Ländern suchen, um die Abgabefrist um mehrere Monate zu verlängern, wie er im „Frühstart“ von RTL/ntv sagte. Er werde eine „maßvolle Verlängerung“ vorschlagen, erläuterte der Finanzminister später. „Wir sollten uns nicht zu viel Druck machen bei der Grundsteuer.“

Länder reagieren zurückhaltend

Eigentlich läuft die Frist zur Einreichung der Unterlagen bei den Finanzämtern Ende Oktober aus. Zuständig dafür sind die Bundesländer, Lindner allein kann also nicht viel ausrichten. Erste Länder signalisierten am Mittwoch, sie seien offen für eine Verlängerung – bremsten den Finanzminister jedoch zugleich. Bremen, Sachsen und Mecklenburg-Vorpommern lehnten den Vorstoß direkt ab. Mehr Zeit führe nur dazu, dass die Erklärung weiter vor sich her geschoben werde, argumentierten sie.

Die anderen Länder wollen am bisherigen Plan festhalten, die Fortschritte bei der…