In der Android-Welt sollen Falt-Handys die Lösung für ausbleibende Begeisterung bei der Vorstellung neuer Geräte sein. Wie das in der Praxis aussieht, zeigt unser Test zweier Top-Modelle.

Echte Innovation bei Smartphones sind in den vergangenen Jahren eine Herausforderung geworden – selbst Apple müht sich merklich ab. Dann der Durchbruch: Seit einiger Zeit ist die Technik so weit, dass sich die Vorteile von Smartphones und Tablets miteinander verbinden lassen – das faltbare Handy wurde geboren. Es verspricht kompakte Maße in der Hosentasche und auf Wunsch einen riesigen Bildschirm. In der Theorie klingt das super. Doch ist es wirklich so nützlich, wie es sich zunächst anhört?

Im Alltags-Test sollten die aktuellen Top-Modelle Samsung Z Fold 4 und Huawei Mate XS 2 zeigen, wie sich der große Bildschirm auf die tägliche Nutzung auswirkt, wann er Vorteile bietet – und wann nicht. Vorab: Bei Preisen um 1270 Euro für das Samsung und irrwitzige 1750 Euro für das Huawei waren die Erwartungen riesig.

Den Wow-Effekt gibt es noch

Tatsächlich gibt es ihn noch, den Wow-Effekt beim Auspacken eines Smartphones. So sieht das also aus – krass, dass das geht. Die Rede ist natürlich von der jeweiligen Klapp-Technik, die sich Huawei und Samsung für ihre Geräte ausgedacht haben.

Das Huawei Mate XS 2 setzt auf einen 6,5 Zoll Bildschirm, der sich auf 7,8 Zoll ausweiten lässt. Im zusammengeklappten Zustand wickelt man den Bildschirm quasi um das Smartphone – er liegt also auf der Außenseite. Das hat den Vorteil, dass das Gerät „nur“ 11 Millimeter dick ist, also etwas mehr als ein iPhone mit 7,6 Millimetern, aber noch im erträglichen Rahmen. Der Nachteil liegt auf der Hand: Der Bildschirm des ausgesprochen teuren Smartphones liegt immer frei, eine schützende Hülle, die es erlaubt, das Gerät ohne Auspacken uneingeschränkt zu nutzen, gibt es nicht.