Krankheiten
Teresa Enke: Akzeptanz für depressive Menschen schaffen

Theresa Enke, die Witwe des früheren Fußball-Nationaltorwarts Robert Enke, wünscht sich mehr Akzeptanz für depressive Menschen. Foto

© Britta Pedersen/dpa

Sich in die Betroffenen hineinzufühlen, fällt Angehörigen von Depressiven oft schwer. Das will Teresa Enke, die Witwe des Torwarts Robert Enke, ändern. Eines wünscht sie sich besonders.

Teresa Enke, Witwe des früheren Nationaltorhüters Robert Enke und Vorsitzende der nach ihm benannten Stiftung, wünscht sich mehr Akzeptanz für depressive Menschen. Weil es diese Akzeptanz damals noch nicht gegeben habe, seien die Depressionen ihres Mannes geheim gehalten worden, sagte sie zum 19. Europäischen Depressionstag an diesem Sonntag. Sie hob zudem die Bedeutung von Therapien hervor. Fußballstar Robert Enke, der früher Torhüter von Hannover 96 war, hatte sich 2009 im Alter von 32 Jahren das Leben genommen.

„Robert hatte keinen Antrieb mehr, er hatte Zukunftsängste. Irgendwann ging es so weit, dass er nicht mehr aufstehen konnte“, sagte Enke (46), die seit 2010 der Robert-Enke-Stiftung vorsitzt. „Ich konnte oft nicht verstehen, warum jemand, der so stark ist, der im Stadion vor zigtausend Menschen Bälle um die Ohren kriegt, nicht aufstehen kann.“

Häufig unterschätzte Krankheit

Nach Angaben des Bundesgesundheitsministeriums gehören depressive Störungen zu den häufigsten und hinsichtlich ihrer Schwere am meisten unterschätzten Erkrankungen. Demnach erkranken 16 bis 20 Prozent der Menschen im Laufe ihres Lebens mindestens einmal an einer Depression oder einer chronischen depressiven Verstimmung.

Weil es schwierig für viele Angehörige sei, sich in Betroffene einzufühlen, habe sie gemeinsam mit Psychologen das Projekt „Impression Depression“ gestartet. Per…