Es waren einfach nicht die Tage des Max Verstappen. Der WM-Spitzenreiter verpasst nach einem aus seiner Sicht chaotischen Rennwochenende in Singapur das Podium und damit auch die vorzeitige WM-Titelverteidigung, die theoretisch möglich gewesen wäre. 

Doch der 25-jährige Niederländer war nur von Startplatz acht aus in das aufgrund von starken Regenfällen mehr als eine Stunde später als geplant gestartete Rennen gegangen und wurde am Ende Siebter vor Sebastian Vettel und dem Briten Lewis Hamilton, die er beide kurz vor Rennende noch überholen konnte. Für die vorzeitige Titelverteidigung wäre allerdings in jedem Fall der Sieg Voraussetzung gewesen. 

Rechenfehler im Qualifying

Dass es damit an diesem Wochenende für Verstappen, der in Singapur noch nie gewinnen konnte, nach zuvor fünf Siegen in Serie nichts werden würde, war bereits nach dem Qualifying am Samstag abzusehen. Dabei war Verstappen sogar auf einer schnellen Runde unterwegs und der Weg zur Pole Position schien frei. Doch ein peinlicher Fehler des Kommandostandes machte alles zunichte. Auf der letzten schnellen Runde, auf Bestzeitkurs wurde der Niederländer zurück an die Box gerufen. Und so ging die Pole Position an Charles Leclerc. „Was zur Hölle?!“, schrie Verstappen in den Funk, „warum?! Unglaublich, Leute!“

Die Erklärung lieferte Red Bull später nach, es war schlicht zu wenig Benzin im Tank. Man habe sich verrechnet und Verstappen zurück in die Box beordert, um eine Strafversetzung zu vermeiden. Diese hätte gedroht, wenn nicht mehr genug Treibstoff für die Entnahme der obligatorischen Probe im Boliden des Niederländers gewesen wäre. 

„Das ist unglaublich frustrierend und sollte nicht passieren“, sagte Verstappen und bezeichnetet den Fehler als „inakzeptabel“. Er müsse nun erstmal „ins Hotel und abschalten“, sagte der WM-Spitzenreiter und verließ die Strecke schnell. „Das ist so in diesem Geschäft. Du bist eigentlich nie weit davon entfernt, etwas zu verbocken“, sagte Red-Bull-Motorsportchef…