Planetary Defense Coordination Office
„Im Namen der planetaren Verteidigung“: Diese US-Behörde soll die Erde vor dem Untergang schützen

Die SpaceX Falcon 9-Rakete mit dem Double Asteroid Redirection Test (Dart) an Bord

© Bill Ingalls / Nasa / AFP

Eine Millionen-Dollar-Sonde kracht auf einen Asteroiden – und Menschen applaudieren. Zurecht! Schließlich soll es der Menschheit nicht eines Tages wie den Dinosauriern gehen. „Hier, um den Tag zu retten“, so der passende Wahlspruch der Nasa-Organisation, die sich der planetaren Verteidigung verschrieben hat.

Was nach einer Szene aus dem neuesten Roland-Emmerich-Film klingt, ist tatsächlich passiert. Bei der Mission mit dem überaus treffenden Namen „Dart“ (Double Asteroid Redirection Test), hat die US-Raumfahrtbehörde Nasa erstmals in der Geschichte eine Sonde in einen Asteroiden krachen lassen – mit voller Absicht. Anhand des kosmischen Unfalls wollten die Forscher herausfinden, ob es möglich ist, die Flugbahn eines Asteroiden abzuändern.

Die teure Kollision (umgerechnet hat das Projekt fast 325 Millionen Euro verschlungen) ist weit mehr als eine wissenschaftliche Spielerei. Im Endeffekt geht darum, die Welt zu retten. Nun – zumindest im unwahrscheinlichen Fall der Fälle.

Die letzten Sekunden des Crashs veröffentliche die Raumfahrtbehörde auf Twitter. „Im Namen der planetaren Verteidigung!“, ruft jemand im Hintergrund.

Mit Dart sei man auf dem Sprung in eine „neue Ära der Menschheit“, wie Nasa-Managerin Lori Glaze verkündete. Selten haben sich Menschen so sehr über einen Unfall gefreut – zu Recht. Zwar stellt Darts Zielscheibe, der Asteroid Dimorphos, keine Gefahr für die Erde dar.

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