Tourismus
Ryanair will Flugpreise anheben

Eine Passagiermaschine der Fluggesellschaft Ryanair startet am Flughafen Köln/Bonn. Foto

© Thomas Banneyer/dpa

Teurer Sprit, große Nachfrage: Auch bei Europas größtem Billigflieger sollen die Preise steigen. In der Wirtschaftskrise sieht sich Ryanair im Vorteil.

Der Billigflieger Ryanair will angesichts von teurem Sprit die Preise anheben. „Der durchschnittliche Preis für ein Ryanair-Ticket dürfte in fünf Jahren von 40 auf 50 Euro steigen“, sagte Deutschland-Chef Andreas Gruber der Deutschen Presse-Agentur.

Die Airline sichere sich mit Finanz-Termingeschäften gegen steigende Ölpreise ab und kaufe günstig Kerosin auf Vorrat, doch könne man steigende Spritpreise nicht komplett abfedern, sagte Gruber, der auch Chef der Ryanair-Tochtergesellschaft Laudamotion ist. In der Wirtschaftskrise sieht sich die Airline unterdessen gegenüber teureren Konkurrenten im Vorteil. „In der Rezession werden mehr Menschen auf den Ticketpreis achten“, sagte Gruber.

Mit Preiserhöhungen ist Ryanair nicht allein. Die Lufthansa hat in den vergangenen Monaten bereits von teureren Tickets profitiert und für das weitere Jahr höhere Flugpreise angekündigt.

Dass das Reisen per Flugzeug nach dem Chaos im Sommer mit reihenweise abgesagten Flügen, langen Warteschlangen an den Schaltern und verlorenen Gepäckstücken an Image bei den Menschen eingebüßt hat, glaubt Ryanair-Manager Gruber nicht. „Wir sehen eine ungebrochen große Vorfreude auf Urlaubsreisen.“ Bei der Gepäckabfertigung habe Ryanair zudem als Airline mit Punkt-zu-Punkt-Verbindungen klare Vorteile gegenüber Netzwerk-Anbietern mit Drehkreuzen.

Passagiere sind zurück

Ryanair habe den Einbruch der Passagierzahlen in der Corona-Pandemie hinter sich gelassen. Im laufenden Geschäftsjahr (April…