Nachdem Bundesentwicklungsministerin Svenja Schulze kürzlich bereits Mittel in Höhe von 13 Millionen Euro zugesagt hatte, erhöht ihr Ministerium die Hilfen nun um weitere 26 Millionen Euro. Das sagt Schulze in einem Interview für die „Augsburger Allgemeine“.

„Katastrophe nach der Katastrophe“

Die Situation in Pakistan entwickle sich zur „Katastrophe nach der Katastrophe“, sagt die SPD-Politikerin und beklagt, die Überschwemmungen hätten die Entwicklungserfolge der vergangenen Jahre in kürzester Zeit zunichte gemacht. Das Geld diene vor allem dazu, Brücken, Straßen, die Wasserversorgung und andere Infrastruktur nachhaltig wieder aufzubauen. Die Wiederaufbau-Projekte sollten zugleich Arbeit für die Menschen schaffen, die von der Flut vertrieben wurden.

In Karachi sind noch immer Straßen durch überlaufendes Abwasser überschwemmt

„Das Land steht vor schwerwiegenden und langfristigen Herausforderungen, denn Pakistan steckte bereits vor der Flut in einer schweren Wirtschafts- und Finanzkrise“, erklärt Schulze in dem Interview. Deutschland stehe eng an der Seite Pakistans, damit ein nachhaltiger Wiederaufbau gelingen könne und die Menschen besser gegen zukünftige Klimaschäden und Extremwetterereignisse gesichert seien. Entwicklungsländer wie Pakistan hätten bislang wenig zum Klimawandel beigetragen, stünden aber heute an vorderster Front im Kampf gegen die Folgen. „Die Klimakrise ist zutiefst ungerecht“, erklärt Schulze.

Mehr als sieben Millionen Menschen obdachlos

In Pakistan hatte es in den vergangenen Wochen heftige Monsun-Regenfälle gegeben. Infolge der Fluten kamen etwa 1600 Menschen ums Leben. Durch die Regenfälle wurde  ein Drittel des Landes – ein Gebiet von der Fläche des Vereinigten Königreichs – überschwemmt. Mehr als 33 Millionen Menschen waren betroffen und damit jeder siebte Pakistaner, etwa zwei Millionen Wohnhäuser und gewerblich genutzte Gebäude wurden zerstört.

Betroffene Menschen erhalten Hilfsgüter, die von der Al Khidmat…