Als sogenannter posttropischer Sturm traf „Fiona“ mit Windgeschwindigkeiten von bis zu 148 Stundenkilometern in der Provinz Nova Scotia auf Land. Das kanadische Hurrikanzentrum teilte mit, auf der Insel Beaver Island, etwa 60 Kilometer westlich der Provinzhauptstadt Halifax, seien sogar Böen von 161 Stundenkilometern gemessen worden. Das kanadische Hurrikanzentrum warnte vor Sturmfluten und heftigen Regenfällen in Teilen von Nova Scotia, im nördlich gelegenen Golf von St. Lawrence und im Westen von Neufundland.

Heftiger Wellengang an der Eastern Passage im Osten Kanadas

Die Behörden in Nova Scotia erklärten, die Menschen in den betroffenen Küstenabschnitten sollten Vorräte anlegen, um mindestens 72 Stunden im Haus bleiben zu können. Premierminister Justin Trudeau sprach von einem „schlimmen“ Sturm, der „erhebliche Auswirkungen auf die gesamte Region haben könnte“.

Viele Stromausfälle

In mehr als 415.000 Haushalten in der Provinzen Nova Scotia fiel zeitweise der Strom aus. Auch in der benachbarten Provinz Prince Edward Island kam es nach Angaben des örtlichen Stromanbieters zu mehr als 80.000 Ausfällen. Die Polizei der Provinzhauptstadt Charlottetown veröffentlichte auf Twitter Fotos von umgestürzten Bäumen und Strommasten.

So starken Wind hat die kanadische Fahne in Dartmouth in Nova Scotia nicht ausgehalten

„Fiona“ war am Freitag als Hurrikan der zweitstärksten Kategorie an dem britischen Überseegebiet Bermuda vorbeigezogen. Bereits am vergangenen Wochenende war „Fiona“ als Hurrikan der Kategorie eins von fünf in Puerto Rico auf Land getroffen und hatte dort Überschwemmungen und schwere Schäden verursacht. Danach suchte der Sturm auch die Dominikanische Republik, Guadeloupe, die Turks- und die Caicos-Inseln heim. Insgesamt wurden sechs Todesfälle gemeldet, vier in Puerto Rico, einer in der Dominikanischen Republik und ein weiterer im französischen Überseegebiet Guadeloupe. Außerdem schnitt der Sturm zahlreiche Menschen von der Wasserversorgung ab.