Proteste
Kundgebungen gegen iranisches Regime in Hamburg und Berlin

Eine Frau schneidet sich in Hamburg demonstrativ die Haare ab, um sich mit den Frauen im Iran zu solidarisieren. Foto

© Jonas Walzberg/dpa

Sie verbrennen symbolisch Kopftücher und scheiden sich die Haare ab: In Hamburg und Berlin demonstrieren Menschen gegen die Diskriminierung von Frauen im Iran und das dortige Herrschaftssystem.

In Hamburg haben auf Kundgebungen und Demonstrationen mehrere Hundert Menschen gegen das Herrschaftssystem und die systematische Diskriminierung von Frauen in dem nahöstlichen Land demonstriert. Allein auf der Sternschanze haben am Nachmittag bis zu 1000 Menschen demonstriert, sagte ein Polizeisprecher.

Am Abend gab es ebenfalls eine größere Kundgebung in der Innenstadt. Eine Frau verbrannte hier symbolisch ein blaues Kopftuch. Mehrere Menschen schnitten sich als Zeichen des Protestes ihre Haare ab. Andere trugen Schilder mit Aufschriften wie „Frau! Leben! Freiheit!“ und „No 2 Hijab, No 2 islamic republic“ oder Fotos der Iranerin Mahsa Amini, die vor einer Woche im Polizeigewahrsam starb.

Vor dem Generalkonsulat in Hamburg versammelten sich am Nachmittag etwa 50 bis 80 Menschen auf Initiative der Organisation Nationaler Widerstandsrat Iran (NWRI) Deutschland. Die Menschen im Iran riskierten viel, sagte ein NWRI-Sprecher der Deutschen Presse-Agentur. Sie dürften nicht alleine gelassen werden. Die Bundesregierung dürfe nicht tatenlos zusehen. Er forderte unter anderem, dass der iranische Botschafter ins Auswärtige Amt einbestellt werden müsse und Sanktionen gegen führende Vertreter der Regierung.

Auch vor der Botschaft des Iran in Berlin demonstrierten am Samstag rund 50 Menschen gegen das Herrschaftssystem und die systematische Diskriminierung von Frauen in dem nahöstlichen Land. Die Kundgebung am Nachmittag im Ortsteil Dahlem dauerte laut…