Statistisches Bundesamt
Wohnimmobilien verteuern sich weiter

Die Sonne scheint zwischen zwei Häusern auf Fenster von Wohnungen. Foto

© Sebastian Gollnow/dpa

Jährlich sollen 400.000 neue Wohnungen in Deutschland entstehen, um den Bedarf zu decken. Doch die steigenden Preise und höhere Finanzierungskosten belasten Bauherren.

Gestiegene Preise machen der Bauwirtschaft zu schaffen, zugleich verteuern sich Häuser und Wohnungen weiter. „Mit Sorge sehen wir die Orderentwicklung im Wohnungsbau“, sagte Felix Pakleppa, Hauptgeschäftsführer des Zentralverbandes Deutsches Baugewerbe, am Freitag. Nach Daten des Statistischen Bundesamtes verzeichnete das Bauhauptgewerbe im Juli aufgrund gestiegener Preise zwar ein höheres Auftragsvolumen als ein Jahr zuvor. Preisbereinigt (real) lag der Auftragseingang jedoch um 5,8 Prozent niedriger.

Für die ersten sieben Monate des Jahres 2022 zusammen ergibt sich in realer Betrachtung ein Rückgang bei den Auftragseingängen um 3,8 Prozent zum Vorjahreszeitraum. Das Bauhauptgewerbe umfasst die Errichtung von Gebäuden (Hochbau) sowie von Straßen, Bahnstrecken und Leitungen (Tiefbau). Nach Angaben Baugewerbeverbandes beläuft sich der Rückgang allein im Wohnungsbau in den ersten sieben Monaten real auf etwa 9 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum.

„Gerade die privaten Häuslebauer kommen angesichts steigender Finanzierungs- und Lebenshaltungskosten an die Grenzen des Leistbaren“, sagte Pakleppa. „Die avisierten Fördermittel im Neubau in Höhe von einer Milliarde Euro für das kommende Jahr sind nicht annähernd ausreichend für das Ziel der Bundesregierung, 400 000 Wohnungen im Jahr zu errichten.“ Notwendig sei zudem ein Energiepreisdeckel.

Der Preisanstieg bei Wohnimmobilien setzte sich im zweiten Vierteljahr fort. Häuser und Wohnungen verteuerten sich das fünfte Quartal in Folge um…