Parlamentswahl
Was man zur Wahl in Italien wissen muss – ein Überblick

Der Vorsitzende der Demokratischen Partei Italiens, Enrico Letta, bei der Eröffnung des Wahlkampfes in Rom. Foto

© Mauro Scrobogna/LaPresse/dpa

Italien wählt ein neues Parlament. Wie wird gewählt? Wer sind die Favoriten? Und steht dem Land ein Rechtsruck bevor?

Italien wählt an diesem Sonntag ein neues Parlament. Nach dem Aus der Regierung von Ministerpräsident Mario Draghi – die derzeit nur noch geschäftsführend im Amt ist – winkt den rechten Parteien ein Sieg. Neue Ministerpräsidentin könnte Giorgia Meloni von der nationalistischen Partei Fratelli d’Italia werden. Ein Überblick:

So wird gewählt

Mehr als 51,5 Millionen Italiener dürfen wählen, fast drei Millionen davon sind Erstwähler. Die Wahllokale sind am Sonntag von 7.00 bis 23.00 Uhr geöffnet. Bis auf wenige Ausnahmen – etwa Soldaten oder Patienten in Krankenhäusern – muss jeder Italiener persönlich in der Gemeinde wählen, wo er gemeldet ist. Die Möglichkeit zur Briefwahl gibt es nur für die knapp 4,9 Millionen Italiener im Ausland. Es wird eine sehr niedrige Wahlbeteiligung erwartet. Gewählt werden Parteien und Kandidaten für die zwei Kammern des Parlaments, also das Abgeordnetenhaus und den Senat. Um 23.00 Uhr werden erste Prognosen veröffentlicht, im Laufe der Nacht folgen Hochrechnungen. Die ersten offiziellen (Teil-)Ergebnisse werden am Montagmorgen erwartet. Erstmals seit dem Zweiten Weltkrieg wählt Italien im Herbst.

Das sind die Favoriten

Als Favorit geht ein Rechts-Block in die Wahl. Die Allianz, in der Giorgia Meloni und ihre radikal rechte Partei Fratelli d’Italia (Brüder Italiens) deutlich am stärksten ist, könnte rund 45 Prozent der Stimmen erhalten. Das legten Umfragen nahe, die letztmals am 9. September veröffentlicht…