Die griechische Küstenwache bestätigte, dass vor der Insel Leros am Donnerstag ein Schlauchboot mit Migranten an Bord gekentert ist. 49 Menschen hätten sich an Land retten können, doch ersten Erkenntnissen nach würden sechs Insassen vermisst. An der Suche nach ihnen seien Patrouillenboote und ein Flugzeug der europäischen Grenzschutzagentur Frontex beteiligt.

Die Flüchtlinge sollen von der türkischen Küste aus gestartet sein. In der Region herrschten am Donnerstag starke Winde. Zuvor waren am Vormittag westlich der Halbinsel Peloponnes 86 Migranten von einem in Seenot geratenen Boot gerettet worden. Wie der staatliche Rundfunk unter Berufung auf die Küstenwache berichtete, waren alle Passagiere wohlauf. Sie sollten zum südgriechischen Hafen Kalamata gebracht werden. Aus welchen Staaten sie stammen, war zunächst unklar.

Rettungsaktion am syrischen Hafen von Tartus

Viele Tote vor Syrien

Bei dem Untergang eines Flüchtlingsboots vor der Küste Syriens sind mindestens 34 Menschen ums Leben gekommen. Ihre Leichen seien vor der Hafenstadt Tartus geborgen worden, teilte das Gesundheitsministerium in Damaskus mit. 20 Überlebende würden im Krankenhaus behandelt. Angaben zur Nationalität der Opfer wurden zunächst nicht gemacht. Das Schicksal weiterer rund 100 Menschen sei dagegen unklar, berichtete die syrische Staatsagentur Sana.

Nach offiziellen Angaben berichteten Überlebende, dass das Boot vor einigen Tagen im Libanon gestartet war. Tartus ist der südlichste der großen Häfen Syriens und liegt rund 50 Kilometer nördlich der libanesischen Hafenstadt Tripoli.

Libanon als Sprungbrett

Im vergangenen Jahr hatte der Libanon einen sprunghaften Anstieg der Zahl der Migranten verzeichnet, die an seinen Küsten die gefährliche Überfahrt in überfüllten Booten nach Europa wagten. Ziel der meisten Boote ist das EU-Mitglied Zypern, das 175 Kilometer entfernt liegt.

Viele der Flüchtlinge, die vom Libanon aus über das Mittelmeer in Richtung EU aufbrechen, sind Syrer. Die…