Sehen Sie im Video: Mangelware Kohlensäure – Brauereien fürchten um ihre Produktion.

STORY: Noch läuft die Produktion in der Brauerei Schweiger. Hier werden Bier, Mineralwasser und Erfrischungsgetränke hergestellt. Eines braucht es aber dringend für die Produktion: Kohlensäure – und die ist mehr als knapp. Laut Erich Schweiger, Geschäftsführer der Brauerei, ist die CO2-Krise – trotz Pandemie – die härteste Zeit der vergangen drei Jahre: „Bier ist tatsächlich am wenigsten gefährdet von allen Produkten, weil eben die Kohlensäure, die im Bier drin ist, natürliche Kohlensäure ist. Die entsteht bei der Gärung. Da brauche ich nur ein bisschen CO2, um das Bier dann letztendlich abzufüllen, dass es in die Flasche oder ins Wasser. Bei Erfrischungsgetränken, Limonaden, Mineralwasser ist die Situation eine andere. Die Kohlensäure, die da drin ist, geben wir zu mit technischer Kohlensäure. Und wenn ich keine Kohlensäure habe, kann ich eben keine Limo abfüllen. So einfach ist das.“ Die Brauereien erleben eine Zeit extremer Unsicherheit. Zwar wird immer wieder Kohlensäure geliefert, die reicht dann aber oft nur für eine Woche. Die Verbände der deutschen Getränkewirtschaft fordern Unterstützung von der Politik. Walter König vom bayerischen Brauerbund unterstreicht die aktuelle Not: „Die Sorge der Brauer ist groß. Nicht nur wegen der Kohlensäure. Die Energiepreise explodieren, andere Lieferketten brechen. Wir haben eine sehr schwere Zeit, weil wir wirklich von Woche zu Woche ganz neu denken müssen. Wir haben Beschaffungsprobleme, die Rohstoffpreise sind wahnsinnig explodiert mit dem Ukrainekrieg. Es ist eine harte Zeit. Da war die Pandemie ein Klacks.“ Kreativität ist gefragt. Die Brauerei Schweiger plant, statt CO2 Stickstoff und Luft einzusetzen. „Wir testen. Momentan ist das alles im Versuchsstadium, aber wir denken, dass man in der Zukunft etwas CO2 durch Stickstoff oder Luft ersetzen können.“ Dennoch: Die nächste Lieferung Kohlensäure wird hier…