Der Tod der 22-jährigen Mahsa Amini in Polizeigewahrsam hat im Iran landesweit eine Welle von Protesten ausgelöst. Auch im Ausland solidarisieren sich viele mit den Demonstranten. Lautstark äußern sich Künstlerinnen und Künstler im Exil und berühmte Persönlichkeiten aus der Kultur auch zum gewalttätigen Vorgehen gegen die Demonstrierenden im Iran.

So schreibt die britische Schriftstellerin J. K. Rowling angesichts des Todes von Mahsa Amini und der Internet-Blockade im Land: „Dann muss der Rest der Welt weiterhin ihren Namen sagen. #MahsaAmini starb im Alter von 22 Jahren in Polizeigewahrsam, weil sie gegen die Hijab-Vorschriften verstieß. Solidarität mit allen Iranern, die derzeit protestieren.“

Auch das US-amerikanische Model mit palästinensischen Wurzeln Bella Hadid, die sich immer wieder für die Rechte von Frauen in der arabischen Welt stark macht, äußert Bestürzung und Trauer über den Tod von Mahsa Amini. Die junge Frau wurde vergangene Woche wegen ihres angeblich nicht korrekt getragenen Kopftuchs von der iranischen Sittenpolizei festgenommen und kam auf noch ungeklärte Weise ums Leben.Sie stammte aus der Kleinstadt Saghes in der westlichen Provinz Kurdistan.

Einige der im Exil lebende Künstlerinnen und Künstler aus dem Iran, oder solche mit iranischen Wurzeln, präsentieren sich als Sprachrohr der Demonstranten im Westen. Sie nutzen ihre Reichweite, um der Botschaft der Demonstranten, so wie sie sie wahrnehmen, mehr Gehör zu verschaffen.

Die iranisch-britische Schauspielerin Nazanin Boniadi sprach auf ihrem Profil zuletzt von einer neuen Revolution, die das Land erfassen könnte, angeführt von Frauen.

Weltweit und in den sozialen Netzwerken schneiden sich viele Frauen aus Protest und aus Solidarität die Haare ab. Haare haben im islamischen Kulturkreis eine große Bedeutung und werden als Symbol der Weiblichkeit gesehen. 

Nasibe Samsaei, eine in der Türkei lebende Iranerin, schneidet sich während einer Protestaktion vor dem iranischen…