Sehen Sie im Video: Fridays for Future macht wieder Druck: Tausende gehen auf die Straßen – und fordern die Politik zum Handeln auf

STORY: Weltweit hatten Aktivisten und Unterstützer der Klimaschutzbewegung Fridays for Futur an diesem Freitag zu einem sogenannten „Globalen Klimastreik“ aufgerufen. In Berlin beteiligten sich mehre Tausend Menschen an der Aktion. Es gab Kundgebungen und eine anschließende Demonstration durch das Regierungsviertel. Fridays For Future fordert die Bundesregierung unter anderem dazu auf, ein Sondervermögen von 100 Milliarden Euro zu schaffen. Damit solle der Ausstieg aus allen fossilen Energieträgern beschleunigt werden. Die Lage sei dramatisch, sagte Fridays for Future-Aktivistin Luisa Neubauer: „Und jetzt sagen manche, die Klimabewegung sei neuerdings so radikal. Und sorry, da müssen wir euch enttäuschen. Nichts, was wir jemals machen könnten, kann auch nur annähernd so radikal sein wie das Klima und was es jetzt in diesem Augenblick macht. Die Radikalisierung, vor der wir Angst haben müssen, das ist der Planet, der uns um die Ohren fliegt, liebe Regierung.“ Die Demonstranten fordern einen konsequenten Ausstieg aus Kohle, Öl, Gas und Atomkraft. Außerdem eine grundlegende Verkehrswende. Darya Sotoodeh von Fridays for Future: „Beispielsweise soll das 9-Euro-Ticket fortgeführt werden und langfristig auch sollte der ÖPNV kostenlos sein für alle, oder auch international müssen wir solidarisch sein, vor allem mit denjenigen, die gerade am stärksten unter der Klimakrise leiden, beispielsweise in Pakistan. Und die Bundesregierung trägt eine große Verantwortung, Länder des globalen Nordens generell.“ Unterstützt wird der Aktionstag von mehreren Verbänden, darunter Greenpeace, Klima-Allianz, Nabu, Naturfreunde, Attac und Amnesty International. Insgesamt sollen am Freitag Demonstrationen an über 270 Orten in Deutschland stattfinden.