Panik in Russland
Flüge nach Armenien oder in die Türkei ausgebucht – Mobilisierung jagt die Russen in die Flucht

Wladimir Putin hat in Russland den Befehl zur Mobilisierung gegeben, auch wenn es statt einer Generalmobilisierung eine so genannte Teilmobilisierung gibt

© Mikhail Klimentyev / Picture Alliance

Die verkündete Teilmobilisierung jagt Schockwellen durch Russland. Auf der Suche nach einer Möglichkeit, dem Einsatz an der Front zu entkommen, entscheiden sich viele für Flucht. 

Schon am Dienstagabend schoss auf Google und anderen Suchmaschinen eine Frage in die Trends: Wie verlasse ich Russland? In den vergangenen Wochen bereitete der Kreml den Boden für die Verkündung einer Mobilisierung vor. Mal forderte ein Abgeordneter in der Duma diese Maßnahme. Mal erzählten die Propagandisten des Staatsfernsehens, dass dies der einzige richtige Schritt sei. In Russland ist eine Mobilisierung ein Schreckgespenst. Bedeutet es doch nichts anderes, als dass bald Hunderttausende junge Männer in den Krieg geschickt werden. 

Als am Mittwochmorgen der Befehl Wladimir Putins zu der so genannten Teilmobilisierung erging, wurden für viele Russen die schlimmsten Befürchtungen wahr. 300.000 Reservisten sollen eingezogen werden, verkündete Verteidigungsminister Sergej Schoigu.

„Wieso sollte jemand, der bislang nicht in den Krieg wollte, jetzt in den Krieg wollen?“, fragt der Politologe Abbas Galljamow. Einst schrieb er selbst Reden für Putin. Nun rechnet er mit Aufständen und Protesten gegen die Entscheidung des Kremls.

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