Der Hurrikan „Fiona“ ist in Puerto Rico auf Land getroffen. Dies gab das US-Hurrikanzentrum in Miami im Bundesstaat Florida bekannt. „Fiona“ erreichte demnach die Südwestküste der Karibikinsel in der Nähe von Punta Tocón mit Windgeschwindigkeiten von bis zu 140 Stundenkilometern. Der Wirbelsturm hatte über dem Atlantik an Kraft gewonnen und war auf dem Weg nach Puerto Rico zu einem Hurrikan hochgestuft worden.

Das Hurrikanzentrum warnte für das US-Außengebiet Puerto Rico und die östlichen Teile der Dominikanische Republik vor sintflutartigen Regenfällen, Schlammlawinen und Erdrutschen. 

Straßenreinigung nach einer Schlammlawine

Laut Behörden wurden bereits mehrere Erdrutsche gemeldet. Straßen wurden gesperrt. In Utuado, einer Stadt im Zentrum der Insel, wurde eine Autobahnbrücke von einem überfluteten Fluss weggeschwemmt. Die Häfen des Landes wurden geschlossen, Flugzeuge blieben am Boden.

Erinnerungen an Hurrikan „Maria“

Der Strom auf der Insel fiel komplett aus. Nach Angaben des Stromanbieters Luma Energy könnte die Wiederherstellung der Versorgung mehrere Tage dauern. In Krankenhäusern und anderen wichtigen Einrichtungen soll der Strom aber fließen.

Ein umgestürzter Strommast versperrt die Straße

Puerto Rico, eine Insel mit gut drei Millionen Einwohnern, ist während der Hurrikan-Saison oft Stürmen ausgesetzt. Besonders der Hurrikan „Maria“ hatte im Jahr 2017 verheerende Folgen und forderte Tausende Todesopfer. Die Hurrikan-Saison im Atlantik dauert von Juni bis November.

gri/wa (dpa, rtr)