Gasversorgung
Habeck sieht Chance, gut durch den Winter zu kommen

Bundeswirtschaftsminister Robert Habeck besucht mit Mecklenburg-Vorpommerns Ministerpräsidentin Manuela Schwesig den Energiestandort Lubmin an der Ostsee. Foto

© Stefan Sauer/dpa

Das vorpommersche Lubmin steht schon länger im Fokus wegen Nord Stream 2 oder ausbleibenden Gaslieferungen aus Russland. Auch bei der Überwindung der Energiekrise soll Lubmin nun eine Rolle spielen.

Nach Einschätzung von Bundeswirtschaftsminister Robert Habeck besteht für Deutschland die Chance, trotz fehlenden russischen Gases „gut über den Winter zu kommen“. Eine Chance – das Wort schob der Grünen-Politiker am Montag vor Journalisten in Lubmin noch einmal nach. Denn dafür müsse in Deutschland viel gespart werden, und man brauche „ein bisschen Glück mit dem Wetter“. Aber immerhin: Nach eigener Aussage hätte er das vor ein paar Monaten noch nicht so gesagt.

Damit auch für den darauffolgenden Winter diese Chance besteht, setzt die Bundesregierung unter anderem auf den Import von Flüssigerdgas (LNG). Auch in Lubmin soll LNG anlanden und russisches Erdgas ersetzen, das dort noch vor Wochen über die Ostseepipeline Nord Stream 1 ankam. Am Montag trafen sich Habeck und Mecklenburg-Vorpommerns Ministerpräsidentin Manuela Schwesig (SPD) in Lubmin, um sich unter anderem über die LNG-Pläne auszutauschen.

Ein vom Bund gechartertes schwimmendes Terminal soll etwa 30 bis 40 Kilometer vor Lubmin in der Ostsee befestigt werden und LNG von Tankern entgegennehmen. Eine noch zu bauende Pipeline soll das Gas bis nach Lubmin leiten, von wo aus es über weitere Pipelines verteilt werden soll. In der zweiten Hälfte des kommenden Jahres soll so die Kapazität für etwa fünf Milliarden Kubikmeter Erdgas jährlich bereitstehen.

Habeck: Nach dem Winter sind die Speicher leer