Nach russischem Abzug
Selenskyj spricht von „Massengrab“ in Isjum

Ukrainischen Angaben zufolge wurden über 400 Leichen in einem Massengrab bei Isjum entdeckt. Foto

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Der ukrainische Staatschef Selenskyj macht Russland für ein mutmaßliches Massengrab in der Ostukraine verantwortlich. Es geht ukrainischen Angaben zufolge um über 400 Leichen.

Nach dem Abzug russischer Truppen ist nach Angaben des ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj in der ostukrainischen Stadt Isjum im Gebiet Charkiw ein „Massengrab“ gefunden worden.

„Die nötigen prozessualen Handlungen haben dort schon begonnen“, sagte der Staatschef in einer am Donnerstag in Kiew verbreiteten Videobotschaft. An diesem Freitag solle es genauere Informationen geben, sagte Selenskyj. Ukrainische Medien berichteten von einem Fund von mehr als 440 Leichen in einem Wald.

Russische Truppen verlassen Gebiet fluchtartig

Die Russen hatten das Gebiet am Samstag ukrainischen Angaben zufolge nach einer Gegenoffensive der ukrainischen Kräfte fluchtartig verlassen. Das Verteidigungsministerium in Moskau hatte von einer „Umgruppierung“ seiner Truppen gesprochen, während selbst kremlnahe Quellen von einer verheerenden Niederlage sprachen. Selenskyj besuchte Isjum am Mittwoch. An diesem Freitag sollen Journalisten zu dem Massengrab gebracht werden. „Wir wollen, dass die Welt erfährt, was wirklich passiert und wozu die russische Okkupation geführt hat“, sagte Selenskyj nun.

Selenskyj: „Russland hinterlässt überall Tod“

„Butscha, Mariupol und jetzt leider auch Isjum: Russland hinterlässt überall Tod und muss sich dafür verantworten. Die Welt muss Russland zur echten Verantwortung für diesen Krieg ziehen“, forderte der Staatschef. Die Ukraine hat nach dem Abzug der russischen Truppen im Frühjahr aus…