Ifo-Studie
Ein Viertel der Deutschen würde kündigen, wenn der Arbeitgeber kein Homeoffice anbietet

Ob vom Ess- oder vom Schreibtisch aus: Das Homeoffice wollen die Deutschen nicht mehr missen

© Finn Winkler / DPA

Arbeitnehmer fühlen sich im Homeoffice immer wohler, zeigt eine Studie des Ifo-Instituts. Die Deutschen arbeiten mittlerweile 1,4 Tage von Zuhause aus.

Die anfänglichen Vorbehalte gegenüber dem Homeoffice schwinden zunehmend. Mittlerweile fühlen sich viele Arbeitnehmer – auch in Deutschland – bei der Arbeit von Zuhause aus weit produktiver als erwartet. Das geht aus einer aktuellen Umfrage des Instituts für Wirtschaftsforschung (Ifo) unter Arbeitnehmern in 27 verschiedenen Ländern hervor. Mehr als ein Viertel aller befragten Beschäftigten zwischen 27 und 59 Jahren würden den Arbeitgeber wechseln, wenn der Arbeitgeber nur noch Präsenzzeit anböte. Allein in der Vereinigten Staaten würden sich sogar 40 Prozent nach einer neuen Stelle umsehen, wenn sie wieder vollständig im Büro arbeiten müssten.

Gleichzeitig zeigt die Untersuchung von 27 Ländern: Je produktiver die Arbeitnehmer ihre Zeit im Homeoffice bewerten, desto mehr Zeit in den eigenen Wänden wird ihnen vom Arbeitgeber gewährt. Auch der Lockdown spielte eine Rolle: Je strenger die Auflagen, desto eher wurde die Arbeit ins Homeoffice verlagert – und ist vielerorts auch dort geblieben.

Homeoffice wirkt sich auch auf Stadtentwicklung aus

In Deutschland verbringen Beschäftigte wöchentlich 1,4 Tage, um von zuhause aus zu arbeiten. In Frankreich sind es 1,3 Tage, in den USA 1,6 und in Japan 1,1. „Damit hat Corona die Arbeitsbedingungen dauerhaft stark verändert“, bewertet das Institut die Forschungsergebnisse. „Nie zuvor hat irgendein Ereignis in so kurzer Zeit derart umfassend das Arbeitsleben umgekrempelt“, sagt Mitautor Matthias Dolls.

Er rechnet…