Bernardine Evaristo war in Berlin, um ihre neuesten Bücher vorzustellen, darunter „Manifesto: On Never Giving Up“ (deutsch: „Manifest: Wie man niemals aufgibt“).

Bei ihrem zweiten Vortrag auf dem Internationalen Literaturfestival Berlin (ilb), das noch bis zum 17. September läuft, sprach Bernardine Evaristo über ihren preisgekrönten Roman „Mädchen, Frau, Andere“.

Der Vortrag richtete sich an Schülerinnen und Schüler der Oberstufe, und der 1.000 Plätze fassende Theatersaal war bis auf den letzten Platz gefüllt. Nach der Lesung standen die jungen Fans Schlange, um sich von der 63-jährigen Autorin ihre Exemplare des Romans oder ihrer 2022 erschienenen Memoiren „Manifesto: On Never Giving Up“ signieren zu lassen.

DW traf die britisch-nigerianische Schriftstellerin und Aktivistin direkt nach ihrer Signierstunde und fragte sie, wie es sich anfühle, wie ein literarischer Rockstar verehrt zu werden. „Ich fühle mich nicht sehr wie ein Rockstar“, lachte sie. „Aber es ist schön, gewürdigt zu werden und ein volles Haus zu haben, denn ich erinnere mich, dass ich vor nicht allzu langer Zeit Veranstaltungen hatte, bei denen nur zehn oder 20 Leute im Publikum saßen. Das ist für mich jetzt ganz, ganz anders. Ich weiß das also wirklich zu schätzen.“

Erste schwarze Präsidentin der Royal Society of Literature

Jahrzehnte bevor „Girl, Woman, Other“ in 41 Sprachen übersetzt und zu einem internationalen Bestseller wurde, machte sich Evaristo einen Namen als Schriftstellerin der afrikanischen Diaspora und als Aktivistin, die sich für die Sichtbarkeit schwarzer Schriftstellerinnen und Schriftsteller im Vereinigten Königreich einsetzt.

Bernardine Evaristo und Margaret Atwood gewannen im selben Jahr den Booker-Preis – er ist der wichtigste Literaturpreis der englischsprachigen Welt

Ihr langjähriges Engagement führte dazu, dass sie 2022 zur Präsidentin der Royal Society of Literature ernannt wurde – als erste schwarze Schriftstellerin und zweite Autorin an der Spitze der…