Davis Cup
„Atmosphäre unfassbar“: Deutsches Team besiegt Frankreich

Kevin Krawietz (r) und Tim Pütz in Aktion. Foto

© Frank Molter/dpa

Knapp 84 Jahre musste ein deutsches Davis-Cup-Team auf einen Erfolg gegen Frankreich warten. In der Zwischenrunde des Wettbewerbs in Hamburg sorgte das Doppel Kevin Krawietz/Tim Pütz für einen Erfolg.

Auch den am Fuß verletzten Tennisstar Alexander Zverev hielt es nicht mehr auf dem Sitz. Mit dem 25-Jährigen als Zuschauer gewann das deutsche Davis-Cup-Team zum ersten Mal seit 1938 gegen Frankreich – nach dem Doppel stand es 2:1.

Zunächst siegte Jan-Lennard Struff in einem sehenswerten Match gegen Benjamin Bonzi. Anschließend verlor Oscar Otte zwar die zweite Partie, aber im Doppel sorgten Tim Pütz und Kevin Krawietz mit dem 6:2, 3:6, 7:6 (7:1) gegen Nicolas Mahut und Arthur Rinderknech für den vom Hamburger Publikum bejubelten Erfolg. „84 Jahre ist eine lange Zeit, um nicht zu gewinnen. Es war sehr glücklich am Ende“, sagte Teamkapitän Michael Kohlmann.

Ein starkes Zeichen für die Konkurrenz

Nach dem Schock wegen des Ausfalls von Zverev schickte das deutsche Team zum Auftakt der Gruppen-Finals ein starkes Zeichen an die Konkurrenz. „Wir sind dran geblieben, hatten eine gute Unterstützung hier im Stadion“, sagte Pütz: „Aber etwas Glück war heute schon mit dabei.“ Doppelpartner Krawietz lobte: „Am Ende die Atmosphäre war unfassbar.“

Otte hatte die Chance auf einen vorzeitigen Sieg des deutschen Davis-Cup-Teams im Auftaktspiel der Gruppenphase noch verpasst. Der 29-Jährige unterlag Adrian Mannarino mit 4:6 und 3:6.

Jan-Lennard Struff hatte das deutsche zum Auftakt in Führung gebracht. Der gebürtige Warsteiner besiegte Bonzi nach Abwehr von zwei Matchbällen noch 6:4, 2:6, 7:5. „Es war ein verrücktes Match mit vielen Hochs und…