eSIM
Die Tage der SIM-Karte sind gezählt: Wie Apples iPhone-Pläne Provider in Zugzwang bringen

Für die SIM-Karte muss man wohl bald nie wieder in eine Filiale laufen: Apple erzwingt die Digitalisierung der Plastik-Karte.

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SIM-Karten begleiten uns seit Jahrzehnten. Doch Apple trägt die kleine Plastik-Karte allmählich zu Grabe. Das setzt einige Provider zwar unter Zugzwang – hat aber für den Verbraucher nur Vorteile.

Apple hat mal wieder getan, was der iPhone-Konzern am besten kann: Ein Umdenken einer ganzen Branche anstoßen. Diesmal geht es um die schrittweise Abschaffung der kleinen Plastik-Chips, die wir seit Jahrzehnten als SIM-Karten in Handys und Smartphones schieben. Denn bei der Vorstellung der neuen iPhones erklärte das Unternehmen, die Geräte zunächst in den USA ohne den berühmten seitlichen Slot auszuliefern, der sich nur mit dem beigelegten Werkzeug oder einer dünnen Nadel öffnen lässt.

Damit ist nun eigentlich klar: Die letzten Tage der Plastik-Karten sind angelaufen, in wenigen Jahren wird jedes neue Smartphone nur noch die sogenannte eSIM nutzen. Das steht für „embedded SIM“ und übernimmt exakt die gleichen Aufgaben, wie auch die physische Karte, nur eben, ohne, dass man eine Plastikkarte einlegen muss.

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